Südeuropäische Achse gegen Sparpolitik Tagesthema

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Südeuropäische Achse gegen Sparpolitik

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras will die Beziehungen zwischen den europäischen Mittelmeerstaaten intensivieren. Anfang September möchte er deshalb eine Konferenz durchführen. Eingeladen werden sollen die Staatsoberhäupter Frankreichs, Italiens, Spaniens, Portugals, Zyperns und Maltas. Diese offiziell noch nicht bestätigte Zusammenkunft soll seinen Worten zufolge einen Gegenpol zur „nordeuropäischen Sparpolitik“ bilden. Dazu beitragen soll auch die neue Lage, die sich nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU („Brexit“) herauskristallisiert.

Ein weiteres Thema, das alle europäischen Mittelmeerländer betrifft, ist die Flüchtlingskrise und eine gerechtere Verteilung von Menschen mit Asylanspruch auf die gesamte EU. Die „südeuropäische Achse“ hatte Tsipras bereits während seiner Kandidatur zum Vorsitzenden der EU-Kommission im Jahr 2014 angekündigt. Besprochen hatte er sie zum letzten Mal mit seinem italienischen Amtskollegen Matteo Renzi Ende Juni. Als wahrscheinlichster Termin für die geplante Konferenz gilt der 9. September. Am darauffolgenden Freitag (16. September) findet in Bratislava ein EU-Gipfeltreffen statt. Hauptgesprächsthema wird hier der „Brexit“ sein. Am 25. August wird sich Tsipras in Paris an einem Treffen der Europäischen Sozialisten beteiligen. (Griechenland Zeitung / eh)

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während eines EU-Gipfeltreffens im Februar 2016 und zeigt Ministerpräsident Tsipras (l.) mit seinem Amtskollegen Renzi (m.) sowie mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz.

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