Experten sind unbesorgt: Erdbeben in Italien beeinflusst Griechenland nicht Tagesthema

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Experten sind unbesorgt: Erdbeben in Italien beeinflusst Griechenland nicht

Die griechische Regierung und das griechische Volk zeigen sich gegenüber den Opfern des verheerenden Erdbebens, das sich in der Nacht von Dienstag und Mittwoch in Mittelitalien ereignet hat, solidarisch. Dies hat die politische Führung Griechenlands gegenüber ihren Amtskollegen aus dem Nachbarland zum Ausdruck gebracht. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala. Es hat mindestens 247 Todesopfer gefordert. Viele Menschen werden noch immer vermisst.
Ministerpräsident Alexis Tsipras ist mit seinem italienischen Amtskollegen Matteo Renzi in Kontakt getreten. Er hat ihm das  tiefste Beileid ausgesprochen und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass es keine weiteren Todesopfer geben werde.
Parlamentspräsident Nikos Voutsis hat seiner Amtskollegin Laura Boldrini sowie dem italienischen Botschafter in Athen das „Beileid der Parlamentarier Griechenlands für die Opfer und die Sympathiegefühle gegenüber ihren Familien“ übermittelt.  
Das Außenministerium hat auf Italienisch und Griechisch per Twitter das „Mitgefühl mit dem verbrüderten italienischem Volk“ ausgedrückt.


Die griechische Botschaft in Rom informierte per Facebook, es gebe keine Anzeichen dafür, dass griechische Staatsbürger unter den Opfern sein könnten. Sie ruft die sich in Italien aufhaltenden Griechen dazu auf, Blut zu spenden.
Das Epizentrum des Erdbebens lag 90 Kilometer nordöstlich von Rom. Es ereignete sich in einer Tiefe von 10 Kilometern unterhalb der Erdoberfläche. Am meisten betroffen ist das Bergdorf Amatrice. Dessen Bürgermeister hat gegenüber dem Fernsehsender RAI erklärt, dass die Situation „tragisch“ sei und dass es „die halbe Stadt nicht mehr gibt“. Aus diesem Dorf wurden bisher 200 Todesopfer geborgen.
Griechische Seismologen beobachten unterdessen die seismischen Aktivitäten im Nachbarland äußerst interessiert. Sie gehen jedoch davon aus, dass Griechenland davon nicht beeinflussen wird. Der Präsident der Organisation für Planung und Schutz vor Erdbeben Efthymis Lekkas erklärte in der griechischen Presse, „dass Griechenland aus seismischer Sicht in weiter Entfernung von Italien liegt“.  
(Griechenland Zeitung / eh)

Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während einer Übung in einer griechischen Schule für den Fall eines Erdbebens.

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