Landwirte und Viehzüchter intensivieren Proteste und kommen nach Athen Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand in dieser Woche während einer Panhellenischen Versammlung der Akteure der „Bauernblockaden“ in der mittelgriechischen Stadt Larissa, wo über das weitere Vorgehen beraten wurde. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand in dieser Woche während einer Panhellenischen Versammlung der Akteure der „Bauernblockaden“ in der mittelgriechischen Stadt Larissa, wo über das weitere Vorgehen beraten wurde.

Landwirte und Viehzüchter setzen ihre Streik- und Protestwelle in Griechenland fort. An oberster Stelle auf ihrem Forderungskatalog steht, dass ihre Beiträge an die staatliche Versicherungskasse nicht wie vorgesehen erhöht werden. Das gleiche gilt für die Kosten, die für den Anbau ihrer Produkte aufgebracht werden müssen und für den dafür fälligen Steuersatz. Die geplanten und zum Teil bereits eingeführten Ab- und Ausgaben in diesem Bereich sind nach Ansicht der Bauern ebenfalls viel zu hoch.


Als Höhepunkt ihrer Protestwelle gilt der kommende Dienstag (14. Februar). Dann wollen sie im Zentrum Athens eine Kundgebung durchführen. Aus diesem Anlass werden Landwirte aus ganz Griechenland in der griechischen Hauptstadt anreisen: aus dem nordgriechischen Makedonien bis hin zum im Süden gelegenen Kreta. Für die Überfahrt in die Hauptstadt wollen die Kreter ein komplettes Fährschiff anheuern.
Bis dahin wollen Landwirte zumindest stundenweise Abschnitte der Nationalstraßen mit ihren Traktoren sperren. Blockiert werden soll etwa auch das Zollamt von Krystallopigi an der Grenze zur Albanien. Am Dienstag hatten Landwirte in einem Sitzstreik für ein paar Stunden auch die Zubringerstraße zum Flughafen von Thessaloniki „Makedonia“ gesperrt. Es ist zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen.
Die Landwirte fordern ein Treffen mit Ministerpräsident Alexis Tsipras. Ein solches ist auch aufgrund seines vollen Programms zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, hieß es von Regierungsseite. Am Freitag führten Vertreter der Agrarwirtschaft Gespräche mit dem Minister für landwirtschaftliche Entwicklung Vangelis Apostolou. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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