Finanzminister konstatiert ersten Schritt für die Rückkehr zur Normalität Tagesthema

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Finanzminister konstatiert ersten Schritt für die Rückkehr zur Normalität

Kritik an der verspäteten Umsetzung von getroffenen Vereinbarungen übte Finanzminister Evklidis Tsakalotos (s. Foto). In einem Interview mit der Sonntagsausgabe der konservativen Zeitung „Kathimerini“ sprach er von Verzögerungen bei der Umsetzung der mit den Geldgebern getroffenen Vereinbarungen. Dadurch bleibe die Unsicherheit für Griechenland bestehen. Dies führe zum Verlust von Vertrauen und von Bündnissen. Er schätzte ein, dass die Mehrheit des Kabinetts Tsipras diese Einschätzung teile.


Als erfolgreich bezeichnete er die Auktion einer fünfjährigen Staatsanleihe in der vorigen Woche. Der Minister stellte fest, dass dadurch ein erster Schritt für eine Rückkehr zur Normalität hinsichtlich des Zugangs zu den internationalen Märkten erfolgt sei. Den Internationalen Währungsfonds (IWF) rief Tsakalotos dazu auf, sich bis zum Jahresende zu entscheiden, ob er sich am griechischen Programm beteiligt oder nicht. Der IWF hatte vor zehn Tagen unter Vorbehalten angekündigt, mit 1,6 Milliarden Euro im Boot zu sein.
Letztendlich hat der Finanzminister auch Einsparungen im griechischen Parlament dargelegt. Grund seien vor allem „Rationalisierungen“ bei Telefonausgaben sowie bei der Beschaffung von Schreibmaterial. Dadurch würden Ressourcen frei gesetzt, die für soziale Zwecke genutzt werden könnten. Tsakalotos erwähnte auch Gesetze, auf deren Basis Unternehmen ohne größeren bürokratischen Aufwand gegründet werden können. Die Bandbreite reiche von der Industrie bis hin zum Tourismus. (Griechenland Zeitung / eh; Foto: © Eurokinissi)

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