Rentner protestieren gegen weitere Pensionskürzungen Tagesthema

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Rentner protestieren gegen weitere Pensionskürzungen

Am Dienstag und Mittwoch haben Rentner in Athen zwei separate Kundgebungen durchgeführt. Sie protestieren damit gegen vorgesehene Rentenkürzungen. Hintergrund ist eine Sitzung des Staatsrates am heutigen Mittwoch. Dieser soll darüber befinden, ob ein Gesetz, das eine Neuberechnung der Pensionen vorsieht, verfassungsgemäß ist oder nicht. An den Demos haben sich u. a. Mitglieder des einheitlichen Rentnernetzwerkes, der kommunistischen Gewerkschaft PAME, aber auch Pensionisten der  staatlichen Unternehmen DEI (Stromgesellschaft), OASA (Athener Nahverkehr), EYDAP (Wasserwerke) und OTE (Telekommunikationsgesellschaft) beteiligt.



Einsparungen bei den Renten: 62 Milliarden Euro

Die Gewerkschafter argumentieren damit, dass der griechische Staat seit dem offiziellen Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Frühling 2010 und der Unterzeichnung der Spar- und Reformauflagen mit den Geldgebern allein durch Kürzungen im Rentenbereich 62 Milliarden Euro eingespart habe.
Von den nun geplanten abermaligen Kürzungen betroffen sein werden vor allem Rentner, die zuvor freiberuflich beim TEVE-OAEE versichert gewesen sind, Pensionisten des Staatsdienstes, die länger als 30 Jahre gearbeitet haben sowie Versicherte der Einheitskasse für Lohnempfänger (IKA), die überdurchschnittlich viel oder auch besonders wenig verdient haben.

Weitere Proteste von Pensionären

Weitere Demos der Rentner in Athen sind für Freitag kommender Woche (25. Mai) sowie für den 19. Juni, der auf einen Dienstag fällt, geplant. Am Mittwoch haben Pensionisten auch in der mittelgriechischen Stadt Lamia demonstriert. Am Donnerstag wollen sie in Chalkida auf Euböa sowie in Pyrgos auf der Peloponnes auf die Straßen gehen. Für Dienstag, dem 22. Mai, ist eine Demonstration in der nordgriechischen Stadt Kavala geplant. (Griechenland Zeitung / eh; Foto: © Eurokinissi)

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