Gedenken an das Massaker von Distomo: „Nie wieder!“ Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im Oktober 2015. Abgebildet ist ein Graffiti in der Athener Innenstadt, das das Thema des Massakers von Distomo künstlerisch verarbeitet. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand im Oktober 2015. Abgebildet ist ein Graffiti in der Athener Innenstadt, das das Thema des Massakers von Distomo künstlerisch verarbeitet.

Am vergangenen Sonntag wurden die Opfer des Massakers von Distomo geehrt. Am 10. Juni 1944 waren Truppen der SS in das mittelgriechische Dorf eingedrungen und ermordeten 218 Einwohner, darunter 45 Kinder und Jugendliche sowie 20 Säuglinge. Anwesend bei der Gedenkveranstaltung in Distomo war auch der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Athen Jens Plötner, der einen Kranz hinterlegte.


In einem Statement gegenüber der staatlichen Presseagentur AMPE erklärt er: „Das Verbrechen der Wehrmacht in Distomo gehört zu einem der schwärzesten Kapitel der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg. Die Ermordung unschuldiger Frauen, Männer, Kinder und Alten erfüllt mich mit Scham und Schmerz.“ Der Botschafter fügte hinzu: „Diese Verbrechen dürfen nie vergessen werden! Und wir ziehen daraus die Lehre und Verpflichtung: Nie wieder!“
Zu Wort meldet sich auch der EU-Parlamentarier der Regierungspartei SYRIZA Dimitris Papadimoulis. Er stellte per Twitter fest, dass „rechtsextreme Nachkommen und Verteidiger des Faschismus in ganz Europa wieder drohend den Kopf erheben“. Darauf, so der Linkspolitiker, gebe es eine einzige Antwort: „Nie wieder Nazismus und Faschismus.“ (Griechenland Zeitung / eh)


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