Angesehene Reederin mit Vorwurf der Geldwäsche konfrontiert

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) ist 2015 während eines Economist-Kongresses entstanden. Zu sehen ist die Reederin Angeliki Frangou (m.l.). Unser Archivfoto (© Eurokinissi) ist 2015 während eines Economist-Kongresses entstanden. Zu sehen ist die Reederin Angeliki Frangou (m.l.).

Die griechische Justiz hat beschlossen, sämtliche Bankkonten der griechischen Reederin Angeliki Frangou einzufrieren. Wie das griechische Nachrichtenmagazin Hot Doc berichtet, seien davon auch Konten ihrer beiden Unternehmen European Finance Investments (IRF) mit Sitz auf den Bermudainseln sowie Amadeus Maritime S.A. mit Sitz in Panama betroffen.


Grund für diese Maßnahme sind Kredite in Höhe von 178 Millionen Euro, die die Marfin Bank ab 2006 an die IRF vergeben habe. Mit diesem Geld soll Frangou Aktien der Gruppen MIG und MPB gekauft haben, denen damals die Marfin-Bank gehörte. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll IRF diese Kredite noch nicht abbezahlt haben. Involviert gewesen sein soll auch der im November 2016 verstorbene Andreas Vgenopoulos, einst Geschäftsführender Vorsitzender der Marfin Investment Group (ΜΙG), der wiederum Anteile an der IRF besessen haben soll.
Frangou wird u. a. Geldwäsche sowie Anstiftung zur Veruntreuung vorgeworfen. Sie zählt der führenden maritimen Zeitung „Lloyd List“ zufolge zu den mächtigsten Reederinnen der Welt. (Griechenland Zeitung / eh)

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