Finanzkrise dominiert Neujahresbotschaften der Politiker

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Die Neujahreswünsche der griechischen Politiker werden auch in diesem Jahr von der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise dominiert.


Ministerpräsident Alexis Tsipras bezog sich auf die offizielle Beendigung der Spar- und Reformprogramme (Memoranden) im vergangenen August. Er stellte fest: „Griechenland hat es geschafft“. Ziele für das neue Jahr seien die Minderung der Arbeitslosigkeit und die Verbesserung der Arbeitnehmerrechte. 2019 sei ein Jahr der „Hoffnung, für Optimismus, Erwartung und Kreativität“.
Oppositionschef Kyriakos Mitsotakis von der konservativen Nea Dimokratia konstatierte hingegen, dass 2018 ein Jahr der „verlorenen Hoffnungen“ gewesen sei. Er erinnerte an die Todesopfer nach Überschwemmungen in Mandra sowie nach einem verheerenden Waldbrand in Mati – beides Orte in Attika. Für das neue Jahr – in dem Parlaments- aber auch Kommunal- Präfektur- und Europawahlen stattfinden – wünschte er den Bürgern einen „Neustart der Hoffnung“.
Ähnlich drückte sich auch Fofi Gennimata, Vorsitzende der Bewegung der Veränderung, aus. Sie erhofft sich für alle Griechen „ein Jahr der Veränderung und echter Hoffnung“.
Der Generalsekretär der kommunistischen KKE erhofft sich, dass im neuen Jahr eine „neue Gesellschaft entsteht, ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“.
Der Vorsitzende der liberalen „To Potami“ stellte fest, dass 2019 „ein wirklich neues Jahr werden kann, wenn wir anders denken und anders handeln“.
Aus den Reihen des rechtspopulistischen Regierungspartners ANEL stellte Parteichef Panos Kammenos rückblickend fest: „2018 ist das Jahr des Auswegs Griechenlands aus der Krise gewesen.“ Pressesprecher Theodoris Tosounidis fügte hinzu, dass die Griechen in diesem Jahr „ein für alle Mal den Kampf für ein besseres Leben und Wohlstand gewinnen“ würden. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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