Enge Zusammenarbeit zwischen Serbien und Griechenland

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Wohlgesonnen scheinten sich Premierminister Mitsotakis (r.) und der serbische Präsident Vučić (Mitte). Foto (© Eurokinissi) Wohlgesonnen scheinten sich Premierminister Mitsotakis (r.) und der serbische Präsident Vučić (Mitte). Foto (© Eurokinissi)

Der Staatspräsident Serbiens Aleksandar Vučić sowie die Delegationsmitglieder wurden heute von Premierminister Kyriakos Mitsotakis in dessen Amtssitz herzlich willkommen geheißen. Im Rahmen des zweitägigen Staatsbesuchs unterzeichneten Vučić und Mitsotakis einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft der beiden Länder.

Der griechische Premier bezeichnete das Treffen als eine gute Gelegenheit, „die hervorragenden Beziehungen zu Serbien zu bestätigen“. Er zeigte sich besonders erfreut über die Erklärung Vučićs, dass Serbien einige unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen werde. Weiterhin stellte Mitsotakis klar, dass seine Regierung die Beitrittsbemühungen Serbiens in die EU unterstütze.
Der serbische Präsident versicherte in Bezug auf das Abkommen zwischen Libyen und der Türkei seine volle Solidarität in Fragen der territorialen Souveränität Griechenlands. Zudem wurde eine trinationale Kooperation mit Zypern angekündigt, die durch ein erstes Treffen Anfang des neuen Jahres verstärkt werden soll.

In einem Interview mit der Tageszeitung „Kathimerini“ hatte Vučić zuvor davon gesprochen, dass man wirtschaftlich, aber auch politisch enger mit Athen zusammenarbeiten wolle. Als wichtiges Beispiel nannte er an dieser Stelle die geplante Bahnverbindung Piräus-Budapest, die auch über Belgrad führen soll. Bei dem Treffen mit dem griechischen Premier drückte Vučić nach Berichten der staatlichen Presseagentur ANA-MPA ebenso die Bereitschaft seines Landes aus, Erdgas aus Pipeline-Projekten mit griechischer Beteiligung zu beziehen.

Am Vorabend war Vučić bei einem feierlichen Abendessen auch mit Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos zusammengekommen. Am Mittwoch stehen weitere Treffen mit dem Athener Bürgermeister Kostas Bakoyannis sowie mit Erzbischof Hieronymus auf dem Programm.
(Griechenland Zeitung / jor)

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