„Krieg ohne Kugeln“ am Evros Fluss

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand am Grenzfluss Evros. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand am Grenzfluss Evros.

Die Lage in der Region am Evros Fluss hat sich seit Montag (9.3.) etwas entspannt: Die versuchten Grenzübertritte ließen deutlich nach. Grund waren starke Regenfälle in Bulgarien, wodurch der Grenzfluss einen erhöhten Wasserpegel erreichte.

Am Tag zuvor hatten innerhalb von 24 Stunden noch 1.646 Personen den Versuch unternommen, illegal auf griechisches Territorium vorzudringen. Zwei wurden verhaftet; es handelt sich um Staatsbürger aus Ägypten bzw. Marokko.
Als Zeichen der Solidarität hat die Republik Zypern 21 Polizisten zum Grenzschutz nach Nordgriechenland entsandt. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz stellt der griechischen Regierung 13 Beamte der Polizeisondereinheit Cobra und ein gepanzertes Fahrzeug zur Verfügung. Weiterhin erhält Athen aus Wien eine Million Euro für humanitäre Zwecke. Mit etwa 100 Polizisten will auch Polen seinen Beitrag zum Schutz der griechischen Grenze, die gleichzeitig EU-Außengrenze ist, leisten.
Der Staatssekretär im griechischen Verteidigungsministerium Alkiviadis Stefanis stellte in einem Fernsehinterview am Wochenende fest, dass sich Griechenland mit der Türkei in einem „Krieg ohne Kugeln“ befinde. Unterdessen dementierte die griechische Polizei Gerüchte, wonach ein Ordnungshüter am Evros-Fluss von paramilitärischen Einheiten verletzt worden sein soll.
Neben anderen Politikern setze sich auch der EU-Parlamentarier aus den Reihen der linken Oppositionspartei SYRIZA Dimitris Papadimoulis für eine neue EU-Asylpolitik ein: „Griechenland ist kein Gefängnis und auch nicht das ‚Moria‘ Euopas.“ (Griechenland Zeitung / eh)

 

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