Der bekannte Pater Antonios und Gründer der griechischen Kinderschutzorganisation „Arche der Welt“ (gr.: Kivotos tou Kosmou) ist in der Vorwoche von einem Gericht in Piräus in zweiter Instanz zu neuneinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Dieser Spruch beendet auch juristisch die Karriere der jahrzehntelang angesehenen und 1998 gegründeten Organisation.
Das Strafmaß des Gerichtes der zweiten Instanz für Pater Antonios fiel höher aus als beim ersten Urteil, als es nur vier Jahre und drei Monate betragen hatte. Das Gericht ging davon aus, dass Pater Antonios von den Vorgängen in der Organisation gewusst haben muss; infolgedessen verurteilte man ihn u. a. wegen Kindesmissbrauchs und verbalen und körperlichen Misshandlungen.
Die Nichtregierungsorganisation der „Arche der Welt“ wurde 1998 gegründet. Vor etwa vier Jahren traten jedoch ehemalige Zöglinge an die Öffentlichkeit und erhoben Vorwürfe gegen die „Arche“ sowie einige ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unmittelbar danach schaltete sich die Justiz in den Fall ein. Zuletzt betrieb „Kivotos tou Kosmou“ nach eigenen Angaben an fünf Orten im Lande soziale Einrichtungen (Athen, Kalamata, Volos und Epirus sowie Chios). Insgesamt war dort Platz für etwa 250 Personen. (Griechenland Zeitung / ls/rs)