Basketball-Team von Olympiakos Piräus droht Zwangsabstieg

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Fotos (© Eurokinissi) Fotos (© Eurokinissi)

Dem zwölfmaligen griechischen Basketballmeister, Olympiakos Piräus, droht der Zwangsabstieg in die zweite Liga. Grund dafür ist die Eskalation einer sonderbaren Dauerfehde mit dem Konkurrenten Panathinaikos Athen (PAO).

Am Montag hätte das erste Playoff-Spiel des Jahres zwischen den beiden Clubs stattfinden sollen. Doch bereits im Vorhinein war von den Eigentümern von Olympiakos angekündigt worden, dass ihr Team nicht aufmarschieren werde.
Der Besitzer von PAO, Dimitris Giannakopoulos, hatte noch im Vorfeld in Richtung der Olympiakos-Besitzer, Panagiotis und Giorgos Angelopoulos, gesagt: „Wir hoffen, dass Sie ihre Entscheidung, nicht an der Meisterschaft teilzunehmen, noch überdenken und heute doch ins Olympiastadion kommen, um zu spielen.“
Doch alles nützte nichts. Am Abend der geplanten Begegnung fand sich kein Olympiakos-Spieler im Stadion ein. Stattdessen hatte man ein gerupftes Hühnchen auf einer Ersatzbank positioniert. Symbolisch sollte damit an die PAO-Recken eine Botschaft vermittelt werden, die in etwa so lautet: „Ihr seid Schwächlinge!“

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„Während meiner fünf Monate in Griechenland habe ich Dinge erlebt, die ich als Coach noch nie gesehen habe", sagte der US-amerikanische Panathinaikos-Trainer Rick Pitino zu den Vorkommnissen. Die Partie wurde 20:0 für sein Team gewertet.
Schon in der Vergangenheit mussten Partien zwischen den beiden „Erzfeinden“ abgesagt werden. Die Führung der griechischen „Basket League“ hatte deswegen gedroht, dass bei einem erneuten Spielausfall das schuldige Team für die kommende Saison aus der Liga ausgeschlossen würde. Muss Olympiakos Piräus jetzt zwangsweise in die A2-Liga absteigen?

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Die Sportseite Sports DNA berichtet am heutigen Mittwoch, dass es für Olympiakos nur eine Möglichkeit gebe, den Abstieg zu verhindern: Es müsste im griechischen Parlament ein Gesetz verabschiedet werden, dass für diese Saison Deklassierungen praktisch „abschafft“. Druck auf Piräus, eine wie immer geartete Lösung zu finden, wird nicht zuletzt der Pay-TV-Sender Cosmote ausüben, der für die Übertragungsrechte von Olympiakos nicht wenig Geld ausgelegt hat und dem bei Anhalten der Probleme Einnahmen verloren gehen. (Griechenland Zeitung / Christian Dreher)

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