Korinth und Kavala: Gemeinsam auf den Spuren des Paulus

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Foto: © Griechenland Zeitung / Jan Hübel Foto: © Griechenland Zeitung / Jan Hübel

Korinth und Kavala werden von Touristen seit geraumer Zeit schon als pittoreske Küstenstädte mit antiken Sehenswürdigkeiten geschätzt. Die religiös-christliche Seite der beiden historischen Orte ist Reisenden weit weniger bekannt. Dies möchten die beiden Gemeinden nun ändern: Sie wollen den religiösen Tourismus verstärkt fördern. Im Zentrum steht natürlich der berühmte Apostel Paulus.

Auf seiner Missionsreise als einer der ersten Christusanhänger hat sich der Apostel Paulus u. a. in Korinth und Kavala aufgehalten. Im antiken Philippi bei Kavala entstand um 50 n. Chr. die erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden. Und die Korinther-Briefe des Paulus sind den meisten ein Begriff. In der Stadt auf der Peloponnes hielt sich der Apostel etwa eineinhalb Jahre auf.

Nun wollen die Bürgermeister von Kavala und Korinth ihre Städte für religiös interessierte Touristen noch attraktiver machen. Ziel ist es, vermehrt Pilgerfahrten zu organisieren. Die beiden Stätten sollen auch in größere Routen eingebettet werden, die die Reisen von Paulus zu anderen Orten in und außerhalb Griechenlands nachempfinden sollen.

Die Bürgermeister von Kavala und Korinth, Dimitra Tsanaka und Alexandros Pnevmatikos, haben für ihr Religions-Tourismus-Projekt ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, das sie vor wenigen Tagen in Athen dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos präsentierten. Im Rahmen dieser „road map“ sollen u. a. folgende Aktionen umgesetzt werden: Pressereisen, Herstellung von Informationsmaterial mit Hilfe unterschiedlicher Medien, gemeinsame Präsenz bei Messen sowie Beantragung von finanziellen Mitteln über EU-Förderprogramme.

(GZgk)

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