Die GZ fragte bei Botschaften und Reisebüros nach: What-to-do-Liste für Griechenland-Reisende

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Das verdiente Urlaubsbad im Mittelmeer. Vor der Abreise an die Küsten Griechenlands sollte man jedoch einige Dinge beachten. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt einen Strand auf der Peloponnes. Das verdiente Urlaubsbad im Mittelmeer. Vor der Abreise an die Küsten Griechenlands sollte man jedoch einige Dinge beachten. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt einen Strand auf der Peloponnes.

Die aktuellen Einreisebestimmungen nach Griechenland sorgen teilweise immer noch für gewisse Verwirrung und Unsicherheit. Das zeigen sowohl Berichte in deutschsprachigen Medien als auch Anfragen bei der Griechenland Zeitung (GZ). Aktuell sei es grundsätzlich nicht möglich, ohne QR-Code nach Hellas einzureisen, teilen die griechischen Botschaften in den deutschsprachigen Ländern auf Anfrage der GZ mit.

Diesen Code erhalten Reisende auf elektronischem Weg zugesandt, wenn sie das sogenannte Passagierlokalisierungsformular (PLF) ausgefüllt und abgeschickt haben. Spätestens um Mitternacht am Tag der Ankunft in Griechenland komme der Code in der Regel bei den Reisenden an. Das PLF ist auf der offiziellen Webseite travel.gov.gr oder in der Visit-Greece-App zu finden. Mindestens 24 Stunden vor der Ankunft in Griechenland müsse das Formular ausgefüllt sein, heißt es von offizieller Seite.

Flexibilität der Behörden

Die griechischen Behörden legen aber in den meisten Fällen auch Flexibilität an den Tag: Sollte der QR-Code  – etwa aufgrund technischer Probleme – bei Abreise oder Ankunft noch nicht angekommen sein, so reiche auch das Vorzeigen der Anmeldebestätigung, die automatisch nach Ausfüllen des PLF versendet wird, sagen die Botschaften. Diese Bestätigung sollte unbedingt in elektronischer oder ausgedruckter Form mitgeführt werden. Ein Stornierungsgrund sei das Fehlen des QR-Codes aus rechtlicher Sicht übrigens nicht.

Beruhigung nach „Fiasko“

Die Anfangsphase der neuen Einreisebestimmungen Anfang Juli sei teilweise ein Fiasko gewesen, sagte eine Vertreterin des Reisebüros „Attika Reisen“ in Athen. Technische und praktische Probleme hätten oft zur Verunsicherung der Reisenden beigetragen. Mittlerweile habe sich die Lage aber weitgehend beruhigt. Uneinheitlich war ihrer Erfahrung nach aber lange Zeit das Vorgehen der verschiedenen Fluggesellschaften, die Griechenland anfliegen: Einige forderten in den Abflugländern schon vor dem Boarding das Vorzeigen der nötigen Dokumente, andere ließen die Passagiere auch ohne Kontrolle an Bord der Maschine und machten sie nur auf mögliche Konsequenzen aufmerksam. Noch am späten Nachmittag des Donnerstags (16.7) erhielten jedoch Fluggesellschaften eine offizielle Mitteilung von der Zivilen Luftfahrtbehörde (YPA). Ihr zufolge sind sie nun verpflichtet, die Reisenden vor dem Betreten des Flugzeuges im Abflugland zu kontrollieren. Die Griechenland-Touristen müssen zumindest die Anmeldebestätigung für das PLF vorweisen

Ein Ministerialdekret von Ende Juni, auf das u. a. auch auf der Webseite des Auswärtigen Amtes verwiesen wird, sieht beispielsweise eine Verwaltungsstrafe von 500 Euro für Einreisende ohne PLF-Anmeldung bzw. ohne QR-Code vor: Das hat ebenfalls Unmut bei Reisewilligen ausgelöst. Die griechischen Botschaften in den deutschsprachigen Ländern sind sich hier aber einig: Derzeit seien keine Fälle bekannt, bei denen diese Strafe tatsächlich gezahlt werden musste. In Berichten deutschsprachiger Medien ist aber am heutigen Donnerstag (16.7) die Rede davon, dass zwei Touristen aus Berlin, die ohne jegliche Dokumente auf Kreta gelandet waren, die 500 Euro berappen mussten.

Fährschiffe und QR-Code

Und wie ist die Lage bei den Fähren nach Hellas? Die Vertreterin eines Büros für Fährtickets in Patras teilte der GZ auf Anfrage mit, dass für Griechenlandurlauber in Italien zumindest die Anmeldebestätigung für das PLF nötig ist, um überhaupt die Fähre betreten zu dürfen. Älteren Menschen, die keinen Zugang zum Internet oder keine E-Mail-Adresse haben, würde man aber von Seiten der Fährgesellschaften unter die Arme greifen. „Wir finden dann zusammen einen Weg“, betont die Vertreterin.

(Griechenland Zeitung / Erik Maurer)

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