Der kontroverse Boss eines Unternehmensimperiums

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Der kontroverse Boss eines Unternehmensimperiums
Einer der erfolgreichsten, aber auch kontroversesten Unternehmer Griechenlands, Andreas Vgenopoulos, ist vergangene Woche überraschend verstorben.
 
Der 63-jährige Vgenopoulos erlag einem Herzinfarkt, teilte die Privatklinik „Hygeia“ mit, wo er im Morgengrauen zum Samstag eingeliefert wurde.
Hygeia gehörte zu den Unternehmen der Marfin Investment Group (MIG) – Griechenlands größter Beteiligungsgesellschaft, die Vgenopoulos mit Hilfe arabischer Fonds sowie finanzkräftiger Unterstützer der griechischen Reederszene praktisch von Null aufbaute.
 
Seinen größten Coup erzielte er 2006 und 2007, als er einen staatlichen Investitionsfonds von Dubai als Geschäftspartner und Großaktionär gewann. Er entfachte eine bis dahin für griechische Verhältnisse beispiellose Übernahmewelle und kaufte Mehrheitsanteile an manchen der größten und namhaftesten griechischen Unternehmen und Markenzeichen auf. Dazu gehörten die ehemalige staatliche Luftfahrtgesellschaft Olympic Airlines, die Fernmeldegesellschaft OTE, die Fährenfirma Attica und der Milchproduktehersteller Delta (auch bekannt als Vivartia).
Ungewöhnlich für einen großen griechischen Unternehmer nahm er nie ein Blatt vor den Mund und scheute sich nicht, sich öffentlich mit Politikern und Medien anzulegen. Vgenopoulos wurde zu einem der wichtigsten Funktionäre von Panathinaikos. Am vergangenen Sonntag traten die Spieler des Clubs mit Trauerbinden zum Schlagerspiel mit Olympiakos Piräus auf den Rasen.
 
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Griechenland Zeitung (Nr. 553), die am morgigen Mittwoch erscheint. 
 
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