IWF beteiligt sich mit 1,6 Milliarden Euro an der Griechenland-Rettung

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt IWF-Chefin Christine Lagarde im Gespräch mit Ministerpräsident Alexis Tsipras. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt IWF-Chefin Christine Lagarde im Gespräch mit Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das aktuelle griechische Rettungsprogramm genehmigt. Damit wird sich die Institution zumindest indirekt bzw. unter Vorbehalten mit 1,6 Milliarden Euro an der Rettung des Mittelmeerlandes beteiligen. Voraussetzung ist, dass die Tragfähigkeit der griechischen Schulden gesichert ist, sprich: Dass es diesbezüglich Erleichterungen für Athen geben wird. Das Programm soll laut Planung am 31. August 2018 beendet werden.


Die Vorstandsvorsitzende des IWF Christine Lagarde erklärte, dass es das Ziel sei, Griechenland eine Pufferpause zu geben, um tiefere Reformen umzusetzen. Besonderen Wert legte sie auf Wachstum durch Eingriffe im Bereich der Besteuerung und der Sozialversicherung. Der IWF schätzt ein, dass Griechenland im laufenden Jahr einen Primärüberschuss in Höhe von 1,8 % des Bruttoinlandproduktes erzielen könne; im Jahr 2018 sollen es dann 2,2 % werden. Ursprüngliches Ziel waren 2,5 %.
Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos dementierte Presseberichte, wonach Griechenland dazu entschlossen sei, bereits in der kommenden Woche an die Kapitalmärkte zurückzukehren. Dieses Thema hatte in den letzten Tagen breiten Raum in der öffentlichen Diskussion. (Griechenland Zeitung/eh)

 

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