Bericht des Internationalen Währungsfonds über Griechenlands Wirtschaft Tagesthema

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Unser Archivfoto (©Eurokinissi) zeigt die Geschäftsführende Leiterin des IWF Christine Lagarde. Unser Archivfoto (©Eurokinissi) zeigt die Geschäftsführende Leiterin des IWF Christine Lagarde.

Griechenland ist nach wie vor mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Zu diesem Schluss kommt der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem Bericht zur griechischen Wirtschaft, der am Dienstag veröffentlicht worden ist. In diesem wird festgestellt, dass es noch viele Unzulänglichkeiten im Wachstumsprogramm Griechenlands gebe.


Der IWF schätzt als positiv ein, dass Athen seinen Schwerpunkt in der Wirtschaft auf den Export und auf die Durchsetzung sozialer Unterstützungsmaßnahmen gelegt hat. Die damit zusammenhängenden Maßnahmen seien jedoch nicht gründlich genug aufgelistet, so der IWF. Als negativ gesehen wird der Plan der griechischen Regierung, den Mindestlohn anzuheben; dies würde erneut zu einem weniger flexiblen Arbeitsmarkt führen – vor allem bei der noch immer sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit würde sich dadurch wenig ändern. Zustimmend aufgenommen wird, dass Athen die hohen Steuersätze mindern möchte: Dies würde mehr Investitionen ins Land ziehen, so der IWF.
Der Währungsfonds befürchtet jedoch, dass Griechenland ab dem Jahr 2038 erneut Maßnahmen für Schuldenerleichterungen benötigen wird. Die gesetzten Haushaltsziele seien zu optimistisch, schätzt der IWF in diesem Sinne ein.
Durch die von der Eurogruppe beschlossene Schuldenerleichterung werde die Tragfähigkeit der griechischen Schulden mittelfristig zwar verbessert; ihre langfristigen Aussichten seien jedoch nach wie vor ungewiss.
Griechenland wird am 20. August offiziell die Spar- und Reformprogramme (Memorandum) hinter sich lassen. EU und Geldgeber werden weiterhin die Fortschritte der griechischen Regierung in diesen Bereichen im Auge behalten. Daran wird sich auch der IWF mit einem jährlichen Bericht beteiligen. (Griechenland Zeitung / eh)


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