Eskapaden der Statistik: Rückgang der Arbeitslosenrate in der Corona-Krise

  • geschrieben von  Elisa Hübel
Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt eine Filiale des Arbeitsamtes OAED. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt eine Filiale des Arbeitsamtes OAED.

Es mutet merkwürdig an: Die Arbeitslosigkeit erreichte im März, also zu Zeiten der Corona-Krise, einen Tiefstand, wie es ihn in Griechenland seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise vor zehn Jahren nicht mehr gab. Der Statistikbehörde ELSTAT zufolge sank die Arbeitslosenrate auf 14,4 %.

 

In Zahlen ausgedrückt handelte es sich um 653.686 Menschen, die ohne Job waren. Im Februar lag diese Rate noch bei 15,9 %. Zum Vergleich: Ihren absoluten Höhepunkt hatte die Arbeitslosigkeit im September 2013 mit 27,8 % erreicht. Allerdings handelt es sich bei den jetzt genannten Zahlen um Eskapaden der Statistik. Viele der Betroffenen gaben in Kenntnis der Corona-Pandemie an, dass sie für einen neuen Job nicht zur Verfügung stünden – und wurden somit der Gruppe der nichtberufstätigen Bevölkerung zugeordnet. (Griechenland Zeitung / eh)

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