Keine rosigen Zeiten für das Wirtschaftsklima

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Auch der Bausektor leidet unter der Corona-Krise. (Foto: © Eurokinissi) Auch der Bausektor leidet unter der Corona-Krise. (Foto: © Eurokinissi)

Der Wirtschaftsklimaindex in Griechenland ging im September leicht zurück und fiel auf 89,5 Punkte. Im Juli lag er noch bei 90,8 und im August bei 90,7 Punkten. Zu diesem Ergebnis kommt der Monatsbericht des renommierten Instituts für Wirtschafts- und Industrieforschung IOBE.

Einige Zweige können aber dennoch eine positive Entwicklung vorweisen: Dazu gehört der Einzelhandel sowie die Dienstleistungen. Ein leichtes Minus mussten u. a. die Industrie, der Bau sowie das Konsumentenvertrauen hinnehmen. Konkret sank der Index im Industriesektor im September von 88,2 Punkten im Juli auf 86,5 im September. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 106,8. Beim Bau musste ein kräftiger Absturz von 83,3 (Juli) auf 53,7 registriert werden. Damit liegt er aber immer noch geringfügig über dem Wert des Vorjahres (50,8).
Für das insgesamt rückläufige Klima macht das IOBE neben rein wirtschaftlichen Faktoren v. a. die Corona-Krise verantwortlich, die sowohl bei den Betrieben als auch bei den Haushalten für eine erneut steigende Unsicherheit sorgt. „Die Erwartungen werden von den starken Indizien für eine zweiten Phase der globalen Gesundheitskrise beeinflusst und auch davon, dass weltweit gesehen kein Ende dieser Krise in Sicht ist.“ Entscheidend für den weiteren Verlauf des Indizes in den kommenden Monaten seien die Aktivitäten an der Hygiene-Front sowie die Stützungsmaßnahmen der Regierung, so das Institut. Der derzeitige Pessimismus manifestiert sich u. a. auch in der Angst vor der Arbeitslosigkeit: Acht von zehn Befragten in der IOBE-Studie (84 %) glauben, dass sie in der nahen Zukunft weiter steigen wird.
Als Stimmungsbremse fungiert natürlich auch der Negativtrend im Tourismus. Die Bilanz des IOBE lautet hier: „Das Ergebnis des Septembers spiegelt zu einem gewissen Grad den intensiven Rückgang in der Fremdenverkehrsbranche im gesamten dritten Quartal wider – mit starken Konsequenzen für das verfügbare Einkommen eines Teils der Haushalte für die Herbst- und Wintersaison.“ (Griechenland Zeitung / rs)

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