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Griechenland verkauft das Tafelsilber

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Foto (©Eurokinissi) Foto (©Eurokinissi)

Die griechische Regierung macht Tempo beim Verkauf von Staatsbeteiligungen. Mit dem Erlös will das Land seine Schuldenlast verringern.

Athen-Besuchern ist es in den zurückliegenden Monaten aufgefallen: Am Flughafen der griechischen Hauptstadt brummt das Geschäft. Nicht nur während der Hauptreisezeit im Sommer herrschte Hochbetrieb beim Check-In, in den Restaurants und Airportshops. Auch im Herbst setze sich der Reiseboom fort. Bis Ende November zählteman 26,3 Millionen Passagiere. Das waren zehn Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019. Der Gewinn (Ebitda) des Flughafenbetreibers Athens International Airport (AIA) in den ersten drei Quartalen 2023 betrug 322 Millionen Euro, gegenüber 249 Millionen im Vorjahreszeitraum. Besser könnten die Voraussetzungen für einen Börsengang der mehrheitlich vom Staat kontrollierten Flughafengesellschaft kaum sein. Die für Anfang 2024 geplante Emission ist nur eines von mehreren Privatisierungsvorhaben. Mehrere Ratingagenturen haben Griechenland in den vergangenen Wochen zum investitionswürdigen Schuldner heraufgestuft. Das Vertrauen der Finanzmarktteilnehmer in die griechische Wirtschaft kehrt zurück.

Einen ausführlichen Beitrag von Gerd Höhler zu Athens Privatisierungsvorhaben finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Griechenland Zeitung (GZ 904 vom 3. Januar).

(Griechenland Zeitung)

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