Die Polizisten an der Grenzstation „Evzonoi“ zur Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM) waren am Montag zunächst sprachlos: Sie haben in einem Gepäckstück einer 33jährigen Frau ein zwei Monate altes Baby gefunden.

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Donnerstag, 20. Juli 2017 11:15

„Heimliche“ Grenzschließung

Vor einigen Wochen streikte neben der Finanzverwaltung auch der gesamte
Zoll. Dies hatte zur Folge, dass sowohl der Grenzübergang Evzoni als auch Doirani für 24 Stunden geschlossen blieben. Kilometerlange Lkw-Schlangen waren die Folge. Beide Grenzübergänge sind für den Großraum Thessaloniki mittlerweile – auch wenn man in Athen ein anderes Bild bekommt – für den tagtäglichen Wirtschaftsbetrieb Thessalonikis von enormer Wichtigkeit: Nicht nur dass die Halbinsel Chalkidiki komplett von beiden Grenzübergängen abhängt, sondern auch sehr viele (vor allem Textil-)Betriebe sind im nur 85 Kilometer entfernten Gevgelija auf der Seite der Früheren Jugoslawischen Republik Mazedoniens (FYROM) angesiedelt. Die Grundeinstellung, man könne in der dynamischen grenzübergreifenden Welt heute noch ein Land ohne große Vorwarnung abriegeln, ist das Grundübel des sozioökonomischen Niedergangs der letzten Jahre. Diese Grundeinstellung eben, die sogenannten „Krise“ als Alibi für jegliche Form des Protests zu benutzen. Alte Besitzprivilegien zu sichern, ist nach nunmehr acht Jahren Krise immer noch das Ziel mancher früher höhergestellter Gruppen. Leider wurde, und das macht die Situation noch schlimmer, das Schließen der Grenzübergänge auch medial kaum erwähnt.
 
Thomas Horwath, Thessaloniki
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Der Bau eines Grenzzauns durch die Behörden der Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien(FYROM) hat am Grenzübergang von Idomeni zu Protesten von Flüchtlingen geführt. Ein Marokkaner erlitt am Samstag einen Stromschlag.

Am Sonntag und am heutigen Montag herrschte in Idomeni gespannte Ruhe. Am Vortag war es jedoch zu Spannungen zwischen Flüchtlingen und der Polizei der Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) gekommen, die dort seit Freitagmorgen die Errichtung eines Metallzaunes bewacht. Die Behörden des Nachbarlandes wollen damit den Zustrom auf ihr Territorium besser kontrollieren. Seit vorletztem Donnerstag lässt Skopje nur noch Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan ins Land. Alle übrigen werden als Wirtschaftsflüchtlinge abgewiesen. Hunderte Menschen sitzen bei bitterer Kälte im Niemandsland zwischen Griechenland und der FYROM fest.

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Griechenland / Zeitung. Der Grenzübergang Promachonas an der bulgarischen Grenze wurde heute von den vor Ort protestierenden Bauern für den Verkehr freigegeben. Heute Nachmittag steht ein Treffen mit Landwirtschaftsminister Sotoris Chatzigakis auf dem Programm. Die bei Promachona protestierenden Bauern fordern eine Entschädigung, die genau so hoch ist wie jene Entschädigung, die die Regierung den Bauern von Larisa zugesprochen hat. In Promachona hatten sich durch die Blockade in den letzten Tagen lange Fahrzeugstaus, von denen vor allem auch der Fernlastverkehr betroffen war.
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Griechenland / Bulgarien. Eine Vereinbarung bezüglich der Inbetriebnahme des Grenzübergangs Thermes-Zlatograd an der griechisch-bulgarischen Grenze wurde am Montag vom stellvertretenden Außenminister Dimitris Droutsas und dem stellvertretenden Außenminister Bulgariens, Marin Raikov, unterzeichnet. Droutsas stellte danach in einer Pressemitteilung fest, dass dieses Abkommen „einen Wunsch der Bürger auf beiden Seiten der Grenze erfüllt“. Der Grenzübergang, der die wirtschaftlichen und touristischen Bande zwischen den beiden EU- und NATO-Mitgliedsstaaten vertiefen soll, wird am Freitag dieser Woche von Premierminister Jorgos Papandreou und seinem bulgarischen Amtskollegen Boiko Borissov offiziell eröffnet.
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