Login RSS

Gemeinsames Gedenken an Holocaust-Opfer in Nordgriechenland

  • geschrieben von 

In der nordgriechischen Metropole Thessaloniki wurde am Sonntag der Opfer des Holocaust gedacht. Anwesend am Denkmal für die jüdischen Mitbürger, das sich am Freiheitsplatz (Plateia Eleftherias) an der Nikis-Straße in Strandnähe befindet, waren u. a. Familienmitglieder von Opfern des Holocaust und Überlebende.

Bürgermeister Jannis Boutaris trat mit einer jüdischen Kopfbedeckung, einer so genannten „Kippa“, in Erscheinung. In seiner Rede erinnerte er u. a. an das Wahlergebnis vor einer Woche. Die faschistische Partei Chryssi Avgi (zu Deutsch: Goldene Morgenröte) wurde mit knapp 7 % drittstärkste Kraft im griechischen Parlament. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass jene Wähler, die Griechenlands Faschisten ihre Stimme gaben, „nicht mit Gedanken an Neo-Nazismus, Antisemitismus und Rassismus“ votiert hätten.
Die Regierung vertrat bei der der Gedenkveranstaltung die stellvertretende Ministerin für Makedonien und Thrakien Mari Kollia-Tsaroucha. Sie erinnerte an die „guten menschlichen Beziehungen zwischen Juden und Christen in Thessaloniki“ und dass man die Geschichte ihres Zusammenlebens nicht vergessen dürfe.
Anwesend war am Sonntag auch Heinz Kounio, einer der wenigen jüdischen Überlebenden von Auschwitz. Dieser hatte Ende Oktober 2014 in Thessaloniki das Verdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Gewürdigt wurde damit sein Engagement für die Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit zwischen Deutschland und Griechenland.
(Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

Nach oben

 Warenkorb