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Proteste gegen Goldabbau auf der Chalkidiki

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Proteste gegen Goldabbau auf der Chalkidiki

Am Wochenende wurde auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki ein dreitägiger Protest gegen den dort bereits begonnen Goldabbau durchgeführt. Die Demonstranten hatten in der Nähe des Ortes Skouries, im Osten des Berglandes der Halbinsel, die Straße mit Baumstämmen, Ästen und anderen Objekten verbarrikadiert, um damit den Verkehr zur Baustelle zu stoppen. Die Polizei ist am Sonntag eingeschritten, um die Straße wieder zu öffnen. Dabei ist es zu Handgreiflichkeiten mit Demonstranten gekommen. Die kanadische Gesellschaft Eldorado Gold hat gemeinsam mit der griechischen Hellenic Gold die Rechte für den Goldabbau erworben.

Gegner des Projektes stellen u. a. fest, dass die durch den Verkauf der Rechte erwirtschafteten Einnahmen für den griechischen Staat zu niedrig seien. Außerdem fürchten sie erhebliche Umweltschäden für den Fall, dass es zu einem Betriebsunfall kommen sollte. Die Befürworter des Bergbauprojektes führen ihrerseits ins Feld, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls äußerst gering sei. Außerdem schaffe der Goldabbau, der in der Gegend seit der Antike praktiziert wird, neue Arbeitsplätze. (Griechenland Zeitung / eh)


Unsere Archivaufnahme (© Eurokinissi) zeigt Proteste gegen den Goldabbau in Skouries am 2. Oktober 2015. Damals hatten sich Bergarbeiter vor dem Staatsrat in Athen, dem höchsten Verwaltungsgericht, für die Fortsetzung des Projektes eingesetzt. Gestoppt worden war das Projekt damals durch einen Ministerialbeschluss.

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