Ärzte warnen vor Epidemien in Flüchtlingscamps

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Ärzte warnen vor Epidemien in Flüchtlingscamps

Das griechische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (Keelpno) sowie der Ärzteverband Athens warnen vor der Gefahr von Infektionskrankheiten in Camps, wo Flüchtlinge und Immigranten untergebracht werden. Die Rede ist von „gefährlichen Lebensbedingungen“. Besonderen Grund zur Sorge bestünde es vor allem aufgrund der steigenden Temperaturen. Die Gefahr bestehe nicht nur für die Flüchtlinge und Immigranten an sich, sondern auch für die Bewohner der angrenzenden Orte.
Ausschlaggebend für die Warnungen ist nicht zuletzt der Tod eines 17-jährigen Mädchens auf Afghanistan in dieser Woche. Das Mädchen hätte Schwindelanfälle und Herzprobleme aufgewiesen. Sie ist nach einem fünftägigen Aufenthalt im Krankenhaus verstorben. Mit ihren Eltern und Geschwistern hatte sie in der letzten Zeit in einem Zelt auf dem Gelände des ehemaligen Athener Flughafens „Elliniko“ campiert.

Nun haben auch fünf Bürgermeister angrenzender Gemeinden einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und an die zuständigen Minister geschickt. Sie erinnern daran, dass das Camp in Elliniko eigentlich bereits evakuiert sein müsste. Sie berichten von einer Situation, die „außer Kontrolle“ sei. Etwa 5.000 Personen, müssten sich 40 Chemietoiletten teilen. Viele der Flüchtlinge würden sich selbst und ihre Kleidungsstücke am gegenüber liegenden Strand mit Salzwasser waschen. (Griechenland Zeitung / eh)


Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 13. April auf dem ehemaligen Athener Flughafen Elliniko, wo rund 5.000 Flüchtlinge untergebracht sind.

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