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Seeleute, Staatsdiener, Rentner und Bauern gehen auf die Barrikaden Tagesthema

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Seeleute, Staatsdiener, Rentner und Bauern gehen auf die Barrikaden

Protestkundgebungen und Streiks nehmen derzeit in Griechenland wieder zu. Am Donnerstag, dem 3. November, werden um 10 Uhr morgens Rentner eine Demonstration auf dem Athener Kotzia-Platz durchführen. Anschließend erfolgt ein Protestmarsch Richtung Arbeitsministerium. Der Protest richtet sich in erster Linie dagegen, dass die Zusatzrenten um bis zu 80 % beschnitten wurden. Bei den Hauptrenten erfolgten seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise vor etwa sechs Jahren 45prozentige Kürzungen.


Auch die Staatsdiener machen mobil. Für Mittwoch, dem 9. November, ruft die Dachgewerkschaft Öffentlicher Dienst (ADEDY) zu einer mehrstündigen Arbeitsniederlegung auf. Diese dauert von Dienstbeginn bis 11 Uhr.
Für Donnerstag den 24. November schließlich ruft die Panhellenische Seemannsgewerkschaft (PNO) ihre Mitglieder zu einer 24stündigen Arbeitsniederlegung auf. Der Protest richtet sich in erster Linie gegen Kürzungen ihrer Löhne und Renten sowie gegen Abstriche bei der Gesundheitsbetreuung. Weiterhin demonstrieren die Seeleute gegen das Gewerkschaftsgesetz. Dadurch werde „das Recht auf Streiks beschnitten“, stellen sie fest. Ebenfalls richtet sich ihr Protest gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die hohe Anzahl von Schwarzarbeitern in ihrer Zunft.
Und last but not least: Für Dezember drohen auch Bauernverbände mit Kundgebungen, die eventuell mit Straßenblockaden enden könnten. Damit wollen sie auf die sinkenden Einnahmen in ihrer Branche durch eingeleitete Steuererhöhungen aufmerksam machen.  
(Griechenland Zeitung / eh; Archivfoto: © Eurokinissi)

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