Abreise der Quadriga: Verhandlungen werden per Telekonferenz fortgesetzt Tagesthema

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras während des EU-Gipfeltreffens in Brüssel. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras während des EU-Gipfeltreffens in Brüssel.
Die Verhandlungen von Angesicht zu Angesicht zwischen der griechischen Regierung und Vertretern der Quadriga in Athen sind am Donnerstag beendet worden. Die Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB), der Europäischen Kommission und des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) reisen wieder ab.
 
In Form von Telefonkonferenzen sollen die Besprechungen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Ziel ist es nach wie vor, bis zum 20. März, wenn die EU-Wirtschafts-und Finanzminister in der Eurogruppe tagen, eine gemeinsame Lösung gefunden zu haben. Keine Einigkeit zwischen Athen und den Geldgebern konnte in den Verhandlungsbereichen „Renten“, „Arbeitsrecht“ und „Einkommensbesteuerung“ erzielt werden. Außerdem ringt man noch um einen Kompromiss beim Thema „Gegenmaßnahmen“. Gemeint ist damit die Einleitung „positiver“ bzw. gegensteuernder Schritte für jede „negative“ Maßnahme, die die Regierung umsetzen muss. Die Geldgeber bestehen darauf, dass Athen ein Spar- bzw. Einnahmenpaket in Höhe von 2 % des Bruttoinlandproduktes – was einem Geldwert von 3,6 Milliarden Euro entspricht – durchsetzt.
Vor diesem Hintergrund erklärte Ministerpräsident Alexis Tsipras während des EU-Gipfeltreffens in Brüssel, dass außer über Sparmaßnahen und Reformen auch mit Blick auf Wachstum verhandelt werden müsse. In einem Interview gegenüber der Zeitung „Le Parisien“ hat die geschäftsführende Direktorin des IWF Christine Lagarde erklärt, dass man nicht nur Reformen umsetzen müsse. Es komme vor allem darauf an, dass die Schulden Griechenlands tragfähig gestaltet würden.
 
(Griechenland Zeitung / eh
 
 
 
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