Die Tränen des Mastixstrauches

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Foto © Eurokinissi / Das Mastix-Museum auf Chios eröffnete 2016. Zu sehen sind Frauen bei der Verarbeitung des wertvollen Harzes. Foto © Eurokinissi / Das Mastix-Museum auf Chios eröffnete 2016. Zu sehen sind Frauen bei der Verarbeitung des wertvollen Harzes.

Im Frühling, wenn die Sonne endlich wieder wärmer wird und die Tier- und Pflanzenwelt aus ihrem Winterschlaf erwacht, beginnen auch die Mastixsträucher Griechenlands wieder zu blühen. Der Duft des Harzes entströmt schon beim Knicken ihrer Blätter und erinnert an tsouréki, den griechischen Hefezopf, der traditionell an Ostern gebacken wird.


Die Harzperlen des μαστίχα, die wie Tränen aus der Rinde der Mastixsträucher tropfen, werden fast ausschließlich auf der Insel Chios geerntet, auf welcher eine lange Tradition der Mastix-Produktion besteht. Dieses Naturprodukt kann auf vielfältige Art verarbeitet werden. Berühmt ist seine Verwendung in Kaugummi und im süßen Mastícha-Likör, als Aromazusatz in Süßspeisen, wie z. B. den Loukoumades, und es ist auch Bestandteil mancher Kosmetikprodukte.
Die heilende Wirkung des Mastix war bereits in der Antike bekannt und es wurde zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Beispielsweise räucherte man es bei Heilzeremonien, um Körper und Seele zu reinigen.
Zum Mastixstrauch sowie zu vielen weiteren Gemüsesorten, Kräutern und Früchten Griechenlands hat Waltraud Alberti in ihrem Buch „Garten der Götter“ interessante Informationen zusammengetragen. Sie kombiniert dabei lehrreiches Wissen über die Pflanzen mit spannenden Mythen und Geschichten. Zusätzlich stellt sie Rezepte für kulinarische Köstlichkeiten vor. Dieser sinnliche Streifzug durch die mediterrane Flora erschien 2017 in zweiter Auflage im Verlag der Griechenland Zeitung (GZ), HellasProducts GmbH in Athen.

(Griechenland Zeitung/ mh)

 

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