Konferenz zum Thema Sicherheit und Stabilität auf dem Westbalkan

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Am Montag (12. März) fand im Athener Goethe-Institut eine Konferenz zum Thema „Sicherheit und Stabilität auf dem Westbalkan“ statt.

Neben einer einleitenden Rede von Evangelos Venizelos, ehemaliger stellvertretender Premierminister, mehrfacher Minister und Ex-PASOK-Chef, kamen zahlreiche weitere Experten zu Wort. Darunter Jens Bastian als Vertreter der Südosteuropa-Gesellschaft; der griechische Wissenschaftler Giorgos Tzogopoulos; Luba von Hauff, Mitglied des deutschen Rates für Außenpolitik und Klaus Fiesinger, Leiter der Hanns-Seidel Stiftung in Zagreb.
Eines der Hauptthemen war, dass China vor allem in die Länder des Balkans investiert und damit unter anderem deren Infrastruktur ausbaut. Ziel soll dabei sein, sie wirtschaftlich voran zu bringen und sie später zu wirtschaftlichen Partnern zu machen. Doch auch die EU müsse Verantwortung übernehmen, um für Stabilität und Sicherheit auf dem Westbalkan zu sorgen. Damit dieses Ziel erreicht werden könne, müssten notwendige Reformen entwickelt werden, man müsse die betroffenen Länder unterstützen und dafür sorgen, dass die Kriminalitätsrate sinke, so Evangelos Venizelos. Fiesinger stellte fest, dass die EU das Ziel vor Augen haben müsse, eine Entwicklungsperspektive für die Länder auf dem Westbalkan zu schaffen.
Was China betrifft, so stellte Tzogopoulos fest, dass das staatliche chinesische Unternehmen Cosco seit 2008 auch in Griechenland tätig ist. Dadurch wurde der Hafen von Piräus zu einem wichtigen Containerumschlagsplatz entwickelt. Weiter führte er aus, dass das Projekt noch lange nicht abgeschlossen sei, denn der Vertrag mit China laufe bis 2052. Das eigentliche Ziel dahinter sei die neue Seidenstraße nach Europa, welche auch durch Griechenland führen soll.

(Griechenland Zeitung / jt)

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