Talenteschwund im griechischen Gesundheitsbereich Tagesthema

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Talenteschwund im griechischen Gesundheitsbereich

In einem Jahrzehnt haben knapp 13.000 Ärzte ihrer Heimat Griechenland den Rücken gekehrt, um im Ausland einen Job anzunehmen. Das hat der Präsident des Athener Ärzteverbandes (ISA) Jorgos Patoulis am Montag während einer Pressekonferenz festgestellt.

Demnach seien noch immer fast ein Drittel (28 %) der griechischen Mediziner in ihrer Heimat arbeitslos oder unterbeschäftigt. Allein seit Anfang des Jahres seien mindestens 281 Ärzte aus Griechenland ins Ausland gegangen: vor allem nach England, Frankreich und Deutschland. Patoulis stellte fest, dass es eine große Anfrage aus dem Ausland nach griechischen Medizinern gebe. Rund 1.500 Mitglieder des ISA würden jedes Jahr vom ISA entsprechende Zertifikate beantragen, damit sie in einem anderen Land ihren Beruf ausüben können. Patoulis warf der Regierung eine „fehlende nationale Strategie für das Management des wissenschaftlichen Personals“ vor. (Griechenland Zeitung / eh; Archivfotos: © Eurokinissi)

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