„Mörderischer Angriff“ auf Athener Polizeiwache Tagesthema

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Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstanden am Montagabend kurz nach dem Angriff auf die Polizeistation am Omonia-Platz in Athen. Unsere Fotos (© Eurokinissi) entstanden am Montagabend kurz nach dem Angriff auf die Polizeistation am Omonia-Platz in Athen.

Am Montagabend hat kurz vor 21 Uhr eine Gruppe von etwa 50 Personen die Polizeiwache am zentralen Athener Omonia-Platz mit Molotow-Cocktails, Steinen und anderen Gegenständen attackiert. Es wurden vier Ordnungshüter verletzt; drei von ihnen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei Polizisten wiesen Atembeschwerden auf, die anderen zwei wurden durch Glassplitter verletzt. Es entstanden Sachschäden an der Fassade der Polizeistation sowie an drei Polizeiautos und fünf in der Nähe geparkten Pkw.


Die mutmaßlichen Täter werden dem antiautoritären Lager zugeordnet. Sie konnten in den naheliegenden Stadtteil Exarchia entkommen. Dieses Vierteil gilt als Hochburg der Autonomen. Verhaftet wurde niemand.
Die Vereinigung der Polizisten Athens organisiert am Dienstag um 12 Uhr eine Demonstration vor der Polizeistation am Omonia Platz. Sie sprechen von einem „mörderischen Angriff auf unsere Kollegen“.
Die Opposition warf der Regierung vor, Gruppierungen, die derartige Aktionen durchführen, zu schützen. Der Vizepräsident der oppositionellen Nea Dimokratia (ND) Adonis Georgiadis stellte per Twitter fest: „Das ist kein Staat! Schämt euch!“ Er wünschte den verletzten Polizisten eine gute Besserung und fasste zusammen: „Wir können so nicht weiter machen.“
Aus den Reihen der von den Sozialisten dominierten Bewegung der Veränderung wurde Bürgerschutzministerin Olga Gerovasili dazu aufgerufen, ihr Amt niederzulegen, wenn sie nicht in der Lage sei, die Täter dingfest zu machen. (Griechenland Zeitung / eh)

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