18. Februar: Geburtstag von Nikos Kazantzakis

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18. Februar: Geburtstag von Nikos Kazantzakis

Am 18. Februar 1883 (bzw. 2. März 1883 gregorianischer Kalender), wurde Nikos Kazantzakis, einer der bedeutendsten griechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, in Heraklion auf Kreta geboren.

Nikos Kazantzakis war Sohn eines Kaufmanns und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Er studierte unter anderem Rechtswissenschaften, widmete sich jedoch bereits in jungen Jahren dem Schreiben. Mit seinem ersten Roman „Der Tag bricht an“ (1907) erreichte er in ganz Griechenland Bekanntheit und wurde später mit Werken wie „Alexis Sorbas“ (1946) weltberühmt. Neben Romanen schrieb Kazantzakis auch Lyrik, philosophische Abhandlungen und Theaterstücke. Am 26. Oktober 1957 starb er im Alter von 74 Jahren im deutschen Freiburg im Breisgau.

Der Verlag der Griechenland Zeitung veröffentlichte im Herbst 2016 zwei Romane dieses weltberühmten griechischen Schriftstellers: „Alexander der Große“ und „Im Palast von Knossos“, in deutschen Erstausgaben.


Alexander der Große

Nikos Kazantzakis (1883-1957) behandelt in diesem Roman das Leben Alexanders des Großen (356 bis 323 v. Chr.) – aus einer neuen Sicht: Er beschreibt den Werdegang des Königs der Makedonier aus der Perspektive eines Kindes, später eines Jugendlichen, der schließlich an der Seite des großen Feldherren zum Mann heranwächst. Trotz der literarischen Darstellungsweise ist der gesamte Feldzug bis ans Ende der damals bekannten Welt historisch nachvollziehbar erzählt, beginnend mit der Zähmung des späteren Streitrosses Boukefalos durch den jungen Thronfolger bis zum plötzlichen Tode Alexanders im Jahr 323 v. Chr. Ein spannend geschriebenes Buch, das Alexanders Weg über die Gebirge Afghanistans, durch die Urwälder Indiens, durch Wüsten, über Flüsse und Meere lebendig werden lässt.

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Im Palast von Knossos

Das Buch beschreibt aus der Sicht von jugendlichen „Helden“ das Leben am Hofe des sagenhaften Königs Minos auf Kreta. Zwar wird das Buch als „Historischer Roman für Jugendliche“ bezeichnet, doch die Qualität des Werks spricht eindeutig dafür, dass es ohne Altersbeschränkungen Anklang bei allen Altersgruppen finden wird. Frisch und lebendig erzählt Kazantzakis von Ariadne und Phädra, von Minos und Theseus oder Daedalus und Ikarus. Alle diese Gestalten der griechischen Mythologie werden bei ihm von Mythen zu Menschen. Gleichzeitig stellt der Autor das Althergebrachte, das Monarchische (Minos), dem neuen, aufstrebenden, freien und demokratischen Athen (Theseus) gegenüber. Ein Werk, das an Aktualität niemals einbüßen wird.

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