Ein Todesopfer bei Brand in Flüchtlingslager auf Lesbos

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In dem Lager "Kara Tepe" auf Lesbos leben besonders schutzbedürftige Geflüchtete, hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern. Archivfoto (© Eurokinissi). In dem Lager "Kara Tepe" auf Lesbos leben besonders schutzbedürftige Geflüchtete, hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern. Archivfoto (© Eurokinissi).

Am Donnerstag ist in einem Flüchtlingslager auf Lesbos eine 27-jährige Frau durch einen Brand ums Leben gekommen. Die drei Kinder der jungen Familie aus Afghanistan konnten von ihrem Vater gerettet werden.

Bei einem Versuch, auch seine Frau aus den Flammen zu bergen, wurde der 28-jährige Mann bewusstlos. Er konnte jedoch noch rechtzeitig von den Einsatzkräften der örtlichen Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Er hatte eine Rauchvergiftung erlitten, sein Zustand sei stabil, erklärten die Ärzte.

Das Feuer ist einem Bericht der staatlichen Presseagentur ANA-MPA zufolge mit großer Wahrscheinlichkeit durch einen Gaskocher ausgelöst worden. Die Verwendung gasbetriebener Geräte sei in dem Camp aus Sicherheitsgründen verboten, hieß es.
Der Container, in dem die Familie lebte, ist Teil des Lagers „Kara Tepe“, das von der Gemeinde Mytilini gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der UNO (UNHCR) betrieben wird. Untergebracht sind dort 1.324 Menschen.
Verantwortliche des UNHCR drückten ihr Bedauern aus und besuchten gemeinsam mit dem Bürgermeister von Mytilini und der Lagerleitung den Ort der Tragödie. (Griechenland Zeitung / jor)

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