Stadt Athen nutzt Lockdown für Bau- und Verschönerungsmaßnahmen Tagesthema

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Unser Foto (© GZak) zeigt den frischen Asphalt und die neuen Blumen am Alexander-Denkmal in Athen Unser Foto (© GZak) zeigt den frischen Asphalt und die neuen Blumen am Alexander-Denkmal in Athen

Während die griechische Hauptstadt zwangsweise in einen Dornröschenschlaf versetzt wurde, haben die städtischen Heinzelmännchen zu Asphalt, Mörtel, Farbe und Spaten gegriffen, um eine Reihe dringend nötiger Bau- und Verschönerungsmaßnahmen durchzuführen. Neben der Nutzung der günstigen Gelegenheit durch leere Straßen und geschlossenen Schulen ist dies wohl auch als indirekte Konjunkturmaßnahme gedacht, um möglichst viele Arbeiter in Lohn und Brot zu halten.

So wurde das bereits im Winter begonnene Programm zur Asphaltierung von Straßen intensiviert. Bis Ende April sollen so 80 Straßen in allen Bezirken einen neuen Belag haben. Neu geteert werden laut Mitteilung der Stadt sowohl Haupt- als auch Seitenstraßen, die stark vernachlässigt waren und sich zu Schlaglochpisten entwickelt hatten. Daneben nutzt die Stadt die Gunst der Stunde, um beispielsweise die Zebrastreifen zu erneuern, wobei Kreuzungen im Umfeld von Schulen Vorrang haben sollen. Bis vorige Woche waren dem Rathaus zufolge 195 Zebrastreifen und Bodenmarkierungen auf 70 Straßen erneuert worden, und weitere sollen bis Ende Mai folgen. Viele Schüler sollen aber nicht nur mehr Sicherheit auf der Straße, sondern auch ein schöneres Umfeld genießen, wenn sie schließlich in ihre Schulen zurückkehren. Dazu werden an mehreren geschlossenen Schulhäusern beispielsweise Malerarbeiten, der Austausch von Fußbodenbelägen sowie die Erneuerung von Sportplätzen durchgeführt und sogar neue angelegt. Bis Donnerstag hatten sieben Schulbaukomplexe von dieser Maßnahme profitiert. Die Ruhe auf den Straßen machte sich auch das städtische Grünflächenamt zunutze. Die Behörde setzte nach eigenen Angaben seit Anfang März tausende Pflanzen im Zentrum und den Wohnvierteln Athens. Auf Plätzen, Grünstreifen und Verkehrsinseln wurden ungefähr 8.500 Blumen gepflanzt. Unter anderem betraf dies den zentralen Syntagma-Platz, den Platz vor dem Historischen Nationalmuseum (Altes Parlament), den Kotzia-Platz am Rathaus und den Platz vor der Athener Kathedrale. Außerdem wurden Bäume beschnitten. (GZak)

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