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Schlechtwetterfront legt Fährverkehr lahm – Trinkwasser-Depots füllen sich

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Montag (19.1.) auf dem Kissavos-Berg in Thessalien. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am Montag (19.1.) auf dem Kissavos-Berg in Thessalien.

Starke Winde, niedrige Temperaturen und Schneefälle prägen derzeit das Wettergeschehen in Griechenland. Auch der Fährverkehr wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Während Sturm und Schnee den Alltag beeinträchtigen, bringen die Niederschläge zugleich Entlastung für die angespannte Trinkwasserversorgung Attikas: Die Reserven des Mornos-Stausees sind deutlich gestiegen.

Griechenland bereitet sich in den kommenden Tagen auf eine Schlechtwetterfront vor. Zu erwarten sind vor allem über dem offenen Meer stürmische Winde, die eine Stärke von bis zu zehn erreichen. Davon betroffen sind vor allem West- und Zentralgriechenland, das Ionische Meer und Teile der Ägäis.
Wegen des schlechten Wetters ist es bereits am Dienstag (20.1.) zu Problemen im Fährverkehr gekommen. So etwa sind am Morgen keine Schiffe zwischen Rion (bei Patras) und Antirrion (Festland) abgefahren. Ähnlich sah die Situation im Hafen von Kyllini in Westgriechenland in Richtung Kefalonia und Zakynthos aus. Einzelne Schiffe durften auch den Hafen von Piräus nicht verlassen. Betroffen waren vor allem Ziele im Saronischen Golf.
Unterdessen schneit es auf den hohen Bergen Griechenlands. Für Kraftfahrer besteht die Pflicht, Schneeketten anzulegen. Aufgrund dieser Wetterbedingungen bleiben vielerorts Schulen geschlossen. Auch auf dem Hausberg Athens, dem Parnitha, liegt Schnee. Der Minister für Klimakrise und Zivilschutz Jannis Kefalojannis brachte seine Befürchtung zum Ausdruck, dass die Hauptstadt Athen und ganz Attika in dieser Woche von extrem schlechten Wetterbedingungen heimgesucht werden könnten.
Einem Bericht der griechischen Ausgabe von CNN zufolge habe sich die Wassermenge des Mornos-Stausees innerhalb eines Monats – zwischen dem 13. Dezember 2025 und dem 13. Januar 2026 – von 193,272 auf 240,291 Millionen Kubikmeter bzw. um 47 Millionen Kubikmeter erhöht. Bei dem Stausee handelt es sich um den zentralen Versorger der Hauptstadtregion. Diese positive Entwicklung sei durch die Schnee- und Regenfälle der vergangenen Wochen eingetreten. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

 

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