Ein starkes Unwetter hat am Samstag (21.2.) die Ägäis-Insel Limnos heimgesucht. Agrarflächen, Straßen, Pkw und Geschäfte standen zum Teil komplett unter Wasser.
Es kam zu zahlreichen Schäden an der Infrastruktur. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch das Netz der Trinkwasserversorgung. Die Einwohner wurden aufgerufen, eventuell dennoch fließendes Leitungswasser weder zum Trinken noch zum Kochen zu verwenden. In manchen Ortschaften fiel die Wasserversorgung komplett aus.
Der staatliche Fernsehsender ERT berichtete, dass die Inselhauptstadt Myrina in „einen See verwandelt wurde“. Medienberichten zufolge soll das Wasser hier bis zu einem Meter hoch gestanden haben. Samstagfrüh wurden die Einwohner über die Notrufnummer 112 dazu aufgerufen „ihre Wege zu beschränken und überflutete Gebiete zu meiden, bis sich die Lage wieder entspannt“. Auch am Dienstag blieben noch einige Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Bürgermeisterin Eleonora Georga stellte einen Antrag zur Ausrufung des Notstands auf der Insel. In dieser Woche werden Mitarbeiter des Ministeriums für Klimakrise auf der Insel erwartet, um die Lage vor Ort zu begutachten.
Im November 2024 hatte das Unwetter „Bora“ auf Limnos zwei Menschenleben gefordert. Meteorologen zufolge fiel an diesem Wochenende sogar noch die doppelte Menge an Regen auf der Insel. (Griechenland Zeitung / eh)