Der aus anderen Meeren zugewanderte Hasenkopfkugelfisch sorgt weiterhin für Probleme an Griechenlands Küsten. Vor wenigen Tagen biss eines dieser Tiere eine Frau an einem Strand in der Nähe von Patras. Sie musste anschließend medizinisch behandelt werden. Auf der Insel Euböa hat man unterdessen bereits zum Schutz der Badenden Barrieren ausgelegt.
Betroffen ist natürlich auch die Fischerei des Landes: Der „Eiwanderer“ im Mittelmeer kann mit seinen kräftigen Zähnen Netze beschädigen. Der Fisch ist wegen seines Nervengifts Tetrodotoxin auch nicht zum Verzehr geeignet.
Um die Ausbreitung dieser invasiven Art einzudämmen, setzen die Behörden u. a. auf Fangprämien: Fischer erhalten für Exemplare des Hasenkopf-Kugelfisches eine Vergütung von 5,33 Euro pro Kilogramm. Für Aufmerksamkeit sorgte in diesem, Zusammenhang der elfjährige Lefteris Kavvidas von der kleinen Insel Kastellorizo: Er wurde für den Fang von 162 Hasenkopfkugelfischen ausgezeichnet. Der Jugendliche sagte gegenüber der staatlichen Nachrichtenseite ERTnews: „Ich glaube, ich werde den Rekord von 162 wieder brechen“.
(Griechenland Zeitung / Lucie Schmidt)