Ein Wald- und Flächenbrand südlich von Rethymnon auf Kreta gilt als einer der verheerendsten, die sich je auf der Großinsel ereigneten. Zwei Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten ums Leben und mehr als 4.500 Hektar Land wurden Raub der Flammen. Der Palmenwald von Preveli konnte jedoch zum großen Teil gerettet werden.
Eine griechische Flagge weht inmitten verbrannter Landschaft südlich von Rethymnon. Im Hintergrund sind die vom Feuer zerstörten Berge zu sehen. Die Flagge erinnert an die beiden Feuerwehrleute Pantelis Diamantakis (25) und Manolis Stratidakis (58), die am während des Einsatzes gegen die Flammen ums Leben kamen. Nun soll hier eine Gedenkstätte entstehen, um an die Feuerwehrleute zu erinnern, die täglich an vorderster Front stehen, um Menschenleben, Eigentum und die Natur zu schützen.
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Kreta nach der Feuersbrunst
Nach ersten Einschätzungen des europäischen Erdbeobachtungsdienstes Copernicus hat der Brand eine Fläche von geschätzt 4.500 bis 5.500 Hektar erfasst.

Unser Foto (© Eurokinissi) entstand nach dem Waldbrand bei Rethymnon auf Kreta.
Nach Angaben des lokalen Nachrichtenportals www.neakriti.gr hat sich die Lage am Sonntag (2.8.) deutlich verbessert. Aktive Brandfronten gibt es demnach derzeit nicht mehr. Dennoch blieben starke Kräfte der Feuerwehr in den Gebieten Kria Vryssi und Preveli im Einsatz. Rund 110 Fahrzeuge mit etwa 200 Feuerwehrleuten sowie Unterstützungskräften von Freiwilligen, Sicherheitsbehörden und Anwohnern führten weiterhin Kontrollen durch und griffen an noch glimmenden Stellen ein, um ein mögliches Wiederaufflammen zu verhindern. Die weiterhin starken Winde erschwerten auch am Sonntag die Arbeit der Einsatzkräfte.
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Die Folgen für die lokale Bevölkerung sind schwerwiegend. Einwohner und Unternehmer sprechen gegenüber www.neakriti.gr von einer der größten Naturkatastrophen, die die Region je erlebt hat. Sie befürchten, dass die Erholung der landwirtschaftlichen Produktion und des Tourismussektors viele Jahre dauern könnte. Gleichzeitig fordern sie vom Staat schnelle finanzielle Unterstützung und Maßnahmen zum Wiederaufbau.
Die Nachrichtenseite www.cretalive.gr verweist darauf dass die wirtschaftliche Grundlage der am schwersten betroffenen Dörfer in der Gemeinde Agios Vasilios sowohl die Landwirtschaft als auch der Tourismus seien. Beide Bereiche seien eng miteinander verknüpft und prägen die lokale Wirtschaft. Und rethemnos.gr berichtet, dass es sich bei dem jüngsten Löscheinsatz um einen der größten handelt, die jemals auf Kreta durchgeführt wurden.
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Palmenwald erhalten
Der Leiter des Stromnetzbetriebs des griechischen Verteilnetzbetreibers DEDDIE in Rethymnon wurde vorläufig festgenommen. Nachdem er seine Aussagen zu Protokoll gegeben hat, wurde er vom zuständigen Ermittlungsrichter unter Auflagen freigelassen. Er muss sich regelmäßig bei der für ihn zuständigen Polizeidienststelle melden und darf das Land nicht verlassen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Brandstiftung mit bedingtem Vorsatz durch Unterlassen ermittelt. Der Beschuldigte weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.

Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt einen Teil des geretteten Palmenwaldes von Preveli.
Als positiv streichen unterdessen zahlreiche Medien heraus, dass ein großer Teil des berühmten Palmenwaldes von Preveli gerettet werden konnte. (Griechenland Zeitung / eh)