Ungemütlicher Frühlingsbeginn
- Freigegeben in Wetter
„Ich fürchte, die Regierung hat das Ausmaß der wirtschaftlichen Krise, die auf uns zukommt, noch nicht realisiert.“ Dies stellte Oppositionschef Alexis Tsipras am Donnerstag (19.3.) fest.
Eine Botschaft der Einheit, Disziplin und Verantwortung sandte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Donnerstag (19.3.) per Videobotschaft an die griechische Bevölkerung. Er fasste zusammen: „Das schwierigste liegt noch vor uns.“ Die bevorstehenden Wochen dürften zwar „kompliziert und schwierig“ werden, doch es liege in unser aller Hand, dass sie „nicht wie ein Alptraum“ ausarten.
Der heutige Freitag (20.3.) gönnt uns einen sonnigen Start ins Wochenende. Lokal kann es vereinzelt zu leichter Bewölkung kommen. Dem Griechischen Wetterdienst EMY zufolge erreichen die Höchsttemperaturen heute 14-22° C. Auf den ägäischen Inseln weht ein kräftiger Nordwind, der im Laufe des Samstags nachlässt.
Die Pandemie des Coronavirus hat nicht nur das öffentliche Leben in Griechenland lahmgelegt, sondern auch die Wirtschaft schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Die Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln haben sich in Griechenland deutlich verringert. Dies gilt sowohl für den Nahverkehr als auch für die Fernverkehrsbusse KTEL und die Eisenbahngesellschaft Trainose.
Am Donnerstag (19.3.) sandte der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus eine Fernsehbotschaft in der er dazu aufrief, sich an die Vorschriften der Behörden zu halten.
Die griechische Polizei hat am Donnerstag einen Terrorring im Athener Zentrum ausgehoben. Die Zugriffe fanden in den Stadtteilen Sepolia und Exarchia statt.
An der nordgriechischen Grenze zur Türkei am Evros-Fluss herrscht am Donnerstag (19.3.) größtenteils Ruhe. Am Mittwoch hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, die Grenzen seines Landes nach Griechenland und Bulgarien zu schließen. Als Grund nannte er die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus.
Griechenland meldet insgesamt 418 bestätigte Fälle des Coronavirus. Der Pressesprecher des Gesundheitsministeriums für das Coronavirus Sotiris Tsiodras bestätigt, dass 79 Patienten in Krankenhäusern landesweit behandelt werden; 13 liegen auf Intensivstationen in Athen, Thessaloniki und Patras.