Die Lage an der Grenze zur Türkei beruhigt sich vorerst

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (17./18.3.) an der nordgriechischen Grenze zur Türkei am Evros-Fluss. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (17./18.3.) an der nordgriechischen Grenze zur Türkei am Evros-Fluss.

An der nordgriechischen Grenze zur Türkei am Evros-Fluss herrscht am Donnerstag (19.3.) größtenteils Ruhe. Am Mittwoch hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, die Grenzen seines Landes nach Griechenland und Bulgarien zu schließen. Als Grund nannte er die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus.

Noch kurz zuvor war es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (17./18.3.) jedoch zwischen 2.30 und 4 Uhr zu heftigen Tumulten am Grenzzaun gekommen. Mehr als 300 Immigranten hatten versucht, die Grenzsicherung zu stürmen. Sie brachten Tränengas zum Einsatz und bewarfen die Ordnungshüter auf der griechischen Seite mit Steinen. Diese setzten ihrerseits Hochdruck-Ventilatoren ein, um den Rauch zurück auf die türkische Seite zu drängen. Von den zuständigen griechischen Behörden wurde die Einschätzung zum Ausdruck gebracht, dass dies ein Versuch gewesen sei, die Alarmbereitschaft auf der griechischen Seite zu dieser ungewohnten Stunde zu testen.
Unterstützt wird die griechische Grenzwache seit wenigen Tagen auch von Kollegen aus Österreich und Polen. Der nächtliche Angriff erfolgte nach einem Gespräch am Dienstag zwischen Erdogan, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem Premierminister des Vereinigten Königreichs Boris Johnson über die Flüchtlingssituation, das für Ankara keine konkreten Ergebnisse brachte.
Am 28. Februar hatte Erdogan angekündigt, die Grenze nach Griechenland für Flüchtlinge zu öffnen, um Druck auf die EU auszuüben. An der Grenze versammelten sich seither tausende Immigranten und Asylsuchende in der Hoffnung nach Griechenland und von dort weiter in andere EU-Staaten zu gelangen. Die Grenze am Evros-Fluss ist gleichzeitig auch EU-Außengrenze. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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