Es gibt erste Anzeichen, dass ein neues Antirauchergesetz in Griechenland tatsächlich Früchte tragen könnte. In dieser Woche veröffentlichte das Gesundheitsministerium eine Pressemitteilung, aus der hervorgeht, dass sich bis zu 84 % der Bürger sowie der Unternehmen des Gastronomiegewerbes an das neue Gesetz angepasst hätten. Zwischen dem 25. Oktober und dem 25. November wurden demnach 603 Kontrollen im Großraum Athen sowie in Städten wie Serres, Larissa, Volos, Patras, Rion, Tripolis, Nafplion, Argos und Rethymnon durchgeführt.
Am 20. November etwa wurden elf Verstöße durch Bürger verzeichnet; gegen sie wurden Geldstrafen in Höhe von insgesamt 1.100 Euro verhängt. Außerdem verstießen 34 Unternehmen des Gastronomiegewerbes gegen das Gesetz; diese mussten insgesamt 38.500 Euro Strafgelder zahlen.

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Mittwoch, 13. Dezember 2017 13:57

Knapp drei von zehn Griechen sind Raucher

Es mag sich für einige wie ein Sci-Fi-Szenario anhören, doch es ist wahr: die Griechen rauchen weniger als in vergangenen Jahren. Studien zufolge sind nur mehr 27,3 % der Griechen Raucher.

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Angefaulte Raucherbeine, offene Kehlköpfe, krebszerfressene Lungen: Griechenland setzt die neue EU-Richtlinie 2014/40 für die Verpackung von Tabakprodukten um und versucht, seinen Rauchern den Appetit auf den Glimmstängel mit abstoßenden Bildern zu verderben. Nachdem die bisherigen, schwarz umrandeten Warnhinweise sowieso niemanden mehr abschrecken, sollen am gestrigen Freitag die ersten neuen Zigarettenschachteln mit Horrorbildern aus dem medizinischen Lehrbuch vom Band gerollt sein. In den kommenden Wochen gibt es sie dann im Handel. Die Bilder sind gegenüber den – nicht verpflichtenden – Vorschlägen der alten Richtlinie aus dem Jahr 2005 aktualisiert und teilweise deutlich verschärft worden.
Gemäß EU-Richtlinie werden die kombinierten Warnhinweise beiderseitig je 65 Prozent der Verpackungsfläche ausmachen. Außerdem müssen sie Informationen über Raucherentwöhnung enthalten, wie Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder Websites entsprechender Hilfsprogramme. Die Richtlinie ist fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, am 19. Mai 2014, in Kraft getreten.
(Griechenland Zeitung / ak, Archivfoto: Eurokinissi)

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Raucher in Griechenland müssen künftig 5 Cent mehr für jede Schachtel Zigaretten bezahlen als bisher. Die erhöhte Tabaksteuer ist die Alternative für eine ursprünglich vorgesehene Maßnahme, pauschal 25 Euro für einen Aufenthalt in den öffentlichen Spitälern des Landes einzukassieren. Eine ursprünglich von der Regierung geplante Maßnahme, für jeden Aufenthalt in staatlichen Krankenhäusern pauschal 25 Euro zu kassieren, wird nicht in die Tat umgesetzt. Das wurde am Dienstagabend beim ersten Treffen in diesem Jahr zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras und seinen Vizeregierungschef Evangelos Venizelos beschlossen. Als Alternative entschied man, dass Raucher für jede Schachtel Zigaretten 5 Cent mehr bezahlen werden als bisher.
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Obwohl das griechische Nichtraucherschutzgesetz bekanntlich nur auf dem Papier existiert, ist die Zahl der Raucher in den beiden letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Vor allem bei den volljährigen jungen Männern sank der Anteil von 61,9 % auf 46,4 %, während er sich bei den jungen Frauen bei 30 % einpendelte und nicht weiter anstieg. Darüber hinaus sollen auch die Zahl der von jedem Raucher konsumierten Zigaretten sowie die Belastung der Luft in Gaststättenbetrieben zurückgegangen sein. Dort allerdings sollte sie laut Gesetz bei Null liegen, weshalb der Medizinprofessor Panajotis Bechrakis, der die Zahlen aus Anlass des Nichtrauchertages am Donnerstag vorstellte, auch harsche Kritik am griechischen Staat übte. Unter fadenscheinigen Ausflüchten würde das Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen nicht umgesetzt, obwohl der Staat keine Probleme gehabt habe, dem Volk die härtesten Sparmaßnahmen seit Menschengedenken aufzuzwingen.
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