200 Jahre Revolution: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

  • geschrieben von  Lukas Müller
Unser Foto (© ERT) zeigt eine künstlerische Nachahmung der griechischen Revolution, die 1821 begann. Im kommenden Jahr wird das 200-jährige Jubiläum gefeiert. Unser Foto (© ERT) zeigt eine künstlerische Nachahmung der griechischen Revolution, die 1821 begann. Im kommenden Jahr wird das 200-jährige Jubiläum gefeiert.

Im kommenden Jahr jährt sich der Beginn der griechischen Revolution gegen die osmanischen Besatzer zum 200. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums finden diverse Veranstaltungen auch im Ausland statt, die von Vertretern der griechischen Diaspora organisiert werden. Ihre Repräsentanten, vereint in der Interparlamentarischen Weltunion des Hellenismus (PADEE), haben in diesen Tagen in einer Telefonkonferenz erneut Programmideen präsentiert.

PADEE-Präsident Peter Katsabanis kündigte an, dass man Großveranstaltungen in 49 Parlamenten von 20 verschiedenen Ländern auf allen Kontinenten durchführen möchte. „Unser Ziel ist es, nicht nur die Kinder der Griechen, sondern auch die Kinder anderer Länder über die Revolution von 1821 zu unterrichten und gleichzeitig das neue Bild eines modernen Griechenlands zu vermitteln“, betonte Katsabanis. In Zusammenarbeit mit dem Komitee „Griechenland 2021“ soll etwa eine Wanderausstellung zum Revolutionsjahr 1821 erarbeitet werden, die in zahlreichen Parlamenten, aber auch an anderen öffentlichen Orten gezeigt werden soll. Zudem soll gemeinsam mit Studenten aus Kommunen, in denen die Vertreter der griechischen Diaspora leben, ein Buch zusammengestellt werden, das sich dem Jubiläumsthema widmet. Titel: „Demokratie und Griechenland 200 Jahre seit der Revolution“.

Ioanna Zacharaki, Präsidentin des Netzwerks griechischer Kommunalpolitiker Europas und SPD-Stadträtin der deutschen Stadt Solingen, gab bekannt, dass ihr Netzwerk zehn zentrale Veranstaltungen in deutschen Gemeinden, bei denen der griechische Auftsand von 1821 im Mittelpunkt stehe.  Im Rahmen der Telekonferenz versicherte der Staatssekretär im Außenministerium Konstantinos Vlassis alle Vertreter der Diaspora der Unterstützung des griechischen Staates. „Gemeinsam schaffen wir das Bild Griechenlands im Ausland", betonte er.  Der Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Auslandsgriechentum, Savvas Anastasiadis, hob in seinem Statement hervor, dass die Kooperationen und laufenden Projekte eine Gelegenheit darstellten, „unsere Ideale hochzuhalten“. An die Vertreter der Diaspora gerichtet stellte er fest: „Ihre Aktionen zeigen erneut, dass es ein zweites Griechenland im Ausland gibt, das eng mit dem Mutterland verbunden ist.“

Neben den Planungen für das Jubiläumsjahr kamen während der Konferenz auch die jüngsten Provokationen der Türkei, insbesondere die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee, zur Sprache. Alle Vertreter verurteilten diese Entscheidung und kündigten an, dass die PADEE in Kürze eine Protestresolution verabschieden werde. (Griechenland Zeitung / lm)

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