Er ist eine feste Größe der griechischen Alltagskultur und aus dem Stadtbild Athens nicht wegzudenken: der Periptero, der scheinbar allgegenwärtige Kiosk, der auf verhältnismäßig engem Raum ein reichhaltiges, nicht selten fast überbordend anmutendes Angebot für seine Kundschaft bereithält.
Jetzt widmet das Kulturzentrun der Stadt ihm noch bis zum 22. Februar eine Ausstellung. In Zusammenarbeit mit der Galerie „Art Place – Kyriakos Petalidis“ präsentiert der Künstler Andreas Finch, bekannter als Finch of Athens, nach langer, intensiver Beschäftigung mit dem Thema 20 dreidimensionale Modelle unterschiedlicher Größe, die die gestalterische und kulturelle Entwicklung des Periptero von seinen Anfängen im frühen 20. Jahrhundert bis in unsere Zeit nachzeichnen. Die Exponate konnte der Künstler auf Grundlage von verfügbarem Fotomaterial, wie beispielsweise alten Bildpostkarten, anfertigen. Unter den Modellen finden sich frühe Beispiele vom Syntagma-Platz ebenso wie Kioske, die einmal einen fast legendären Ruf genossen. Mit den gezeigten Modellen bietet die Ausstellung einen interessanten Einblick in einen geradezu unverzichtbaren Aspekt des Athener Alltagslebens. (Griechenland Zeitung / Jens Rohmann)