Überfall auf Studenten in Griechenland: Uni-Polizei gefordert

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Nach einem Überfall auf vier Studenten der Universität von Makedonien in Thessaloniki hat die konservative Parteijugend ONNED die Schaffung einer eigenen Polizeibehörde für die Universitäten gefordert. „Es wird öffentliches Eigentum zerstört und die körperliche Unversehrtheit von Studenten und Lehrpersonal ist in Gefahr", zitiert die Zeitung „Ta Nea" am Freitag den ONNED-Vorsitzenden Sakis Ioannidis. Wie „Ta Nea" weiter berichtet, steht die ONNED nicht allein mit ihrer Forderung. Auch die Wirtschaftsuniversität Athen hat vor einigen Tagen die Einrichtung eines Wachschutzes an den Universitäten vorgeschlagen, der von den Hochschulen selbst geschaffen und kontrolliert, aber vom Staat finanziert werden soll. Hintergrund sind hier die oft gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld der Hochschule zwischen Polizisten und illegalen Kleinhändlern, die dann unter Ausnutzung des Hochschulasyls auf das Universitätsgelände flüchten.
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Der ONNED-Forderung war am Donnerstag ein Überfall von ungefähr 25 Vermummten auf vier Studenten vorausgegangen, die eine politische Veranstaltung vorbereiten wollten. Zwei der Studenten wurden krankenhausreif geschlagen und die beiden anderen leicht verletzt. Daneben kam es zu Sachbeschädigungen. Zuvor war ein Professor mit einer Studentin aneinander geraten, die nach seiner Einschätzung zum autonomen Spektrum gehört. Er hatte sie daran hindern wollen, Plakate einer politischen Organisation abzureißen. (Griechenland Zeitung / ak)



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