Subventionierte Landwirte in Griechenland werden zur Kasse gebeten

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Subventionierte Landwirte in Griechenland werden zur Kasse gebeten

Griechenland muss unrechtmäßig gewährte EU-Gelder in Höhe von 424 Millionen Euro retournieren. Ein Ansuchen Athens um Aufschub der Zahlung wurde vergangene Woche vom Europäischen Gerichtshof zurückgewiesen.

Bei den 424 Millionen Euro handelt es sich um jene Summe, die 2009 vom damaligen Landwirtschaftsminister Sotiris Chatzigakis der Regierung unter Kostas Karamanlis (ND) an 700.000 Bauern verteilt wurde. Chatzigakis gab damals dem Drängen der Landwirte nach, die Entschädigung für schlechte Ernten 2008 forderten. Die Kommission kam 2011 zu dem Schluss, dass diese „Geschenke“ den Wettbewerb verzerrt und andere Bauern der EU benachteiligten hätten. Über kurz oder lang müssen die griechischen Landwirte die erhaltenen Zuwendungen zurückzahlen. Angaben der Tageszeitung „Ta Nea“ zufolge haben zirka 500.000 Bauern Beträge unter 150 Euro erhalten, 1.818 etwa 11.600 und 783 fast 20.000 Euro. 83 Landwirte strichen gar Beträge von 30.000 bis 100.000 und mehr ein. Unsere Archivaufnahme entstand im Februar 2014 und zeigt protestierende Landwirte in Argos auf der Peloponnes.
(Griechenland Zeitung / rs, Foto: Eurokinissi)

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