Konferenz zur Verbindung von Religionen und Kulturen des Mittelmeerraumes Tagesthema

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Konferenz zur Verbindung von Religionen und Kulturen des Mittelmeerraumes

Ein Zeichen der friedlichen Koexistenz und des Dialoges wurde am Montag und Dienstag in Athen gesetzt. Rahmen dafür war eine internationale Konferenz zum Thema „Religiöser und kultureller Pluralismus und friedliche Koexistenz im Nahen Osten“.

Die Konferenz wurde vom griechischen Außenministerium organisiert. Unter den Teilnehmern befanden sich der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäos I., die Patriarchen von Alexandria, Antiochia und Jerusalem sowie die Herzbischöfe Athens, Zyperns, der USA, Albaniens, Kanadas, Frankreichs und Pergamons. Anwesend waren außerdem Geistliche verschiedener anderer Religionen wie Katholiken, Muslime, Protestanten und Juden. Auch Politiker aus verschiedenen Ländern und der UN-Sondergesandte für Syrien Stefan de Mistura waren angereist. Im Zentrum der Debatte standen die Flüchtlingskrise, der Syrienkrieg und die Eindämmung extremistischer Gewalt. Griechenlands Außenminister Nikos Kotzias brachte die Idee zur Sprache, dass sein Land eine internationale Beobachtungsstelle ins Leben rufen möchte, die „zum Dialog der Gemeinschaften des Mittelmeerraums und zur Beobachtung und Registrierung der Verbrechen gegen die Menschheit“ beitragen solle. Am Montag traf sich der Ökumenische Patriarch Bartholomäos mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos und mit Premierminister Alexis Tsipras. Das erste Gespräch wurde von der Wiedereröffnung des Priesterseminars auf der Prinzeninsel Chalki im Marmarameer dominiert. Es handelt sich um die wichtigste Theologische Hochschule des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, die 1971 von türkischen Behörden geschlossen wurde. Im Gespräch mit Tsipras wurden weitere aktuelle Themen wie die Wirtschafts- und Flüchtlingskrise behandelt. (Griechenland Zeitung/mp)


Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Ministerpräsident Alexis Tsipras im Gespräch mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäos I. im Amtssitz des Ministerpräsidenten in Athen.

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