Gedenken an die Opfer des Massakers von Kalavryta

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Gedenken an die Opfer des Massakers von Kalavryta

Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos hat sich am Sonntag an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Massakers von Kalavryta, einem Bergstädtchen auf der nördlichen Peloponnes, beteiligt. Verübt wurde es am 13. Dezember 1943 von deutschen Soldaten. In seiner Rede mahnte Pavlopoulos: „Wir vergessen nicht. Nie wieder!“ Seinen Worten zufolge sei die Gefahr, dass erneut Verbrechen gegen die Menschheit begangen werden, „keineswegs vorbei“.


In diesem Zusammenhang hat er auch Entschädigungen für die von Deutschland verübten Verbrechen während des zweiten Weltkrieges sowie die Rückzahlung eines Zwangskredites angesprochen. Die Forderungen Griechenlands, so sagte er, seien „juristisch aktiv“ und „von der Justiz durchsetzbar“. Er fügte hinzu, dass diese Forderungen nicht verjährt seien.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde Pavlopoulos zum Ehrenbürger Kalavrytas ernannt. Er besuchte zudem das Holocaust-Museum der Gemeinde, wo er die Sieger des ersten „Erinnerungs-Marathons“ von Kalavryta ehrte. Die Zehntausend-Meter-Strecke absolvierten etwa 1.000 Läufer. Der Start erfolgte im Dorf Rogoi, Zieleinlauf war an der zentralen Kirche von Kalavryta, die während des Massakers im Jahre 1943 zerstört worden war. Eine der beiden Kirchturmuhren blieb damals stehen und zeigt im Gedenken an das blutige Ereignis noch heute die Zeit 14.34 Uhr an. In Rogoi waren bereits wenige Tage vor dem Kalavryta-Massaker 65 Männer von den deutschen Besatzungskräften ermordet worden. In der Kleinstadt Kalavryta selbst wurde fast die gesamte männliche Bevölkerung ermordet.
(Griechenland Zeitung/eh, Archivfoto: © Eurokonissi)

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