Neue Gespräche mit den Geldgebern beginnen in Athen Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos vor einem Treffen mit Vertretern der Geldgeber am 12. September in Athen, das damals ebenfalls im Hilton Hotel an der Vassilissis Sofias Avenue stattfand. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos vor einem Treffen mit Vertretern der Geldgeber am 12. September in Athen, das damals ebenfalls im Hilton Hotel an der Vassilissis Sofias Avenue stattfand.

Am heutigen Dienstag werden die Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern wieder aufgenommen. Es geht um die zweite Bewertung der griechischen Spar- und Reformfortschritte. Ein erfolgreicher Abschluss ist die Voraussetzung für die Auszahlung einer weiteren Kredittranche. Auf dem Gesprächstisch liegen vor allem die Arbeitsbeziehungen und der zu erwirtschaftende Primärüberschuss für 2018 und 2019. Unter die Lupe nehmen dürften die Vertreter der Geldgeber auch die Ankündigungen des Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, an Niedrigrentner eine 13. Zusatzrente auszuzahlen. Vermutlich dürfte angemahnt werden, derartige Ankündigungen nur nach Absprache mit den Geldgebern zu tätigen.

Auf eher geringen Widerstand dürfte hingegen die Entscheidung der Regierung stehen, dass die Bewohner der Inseln in der Ostägäis Steuererleichterungen erhalten, da diese im schwersten von der Flüchtlingsproblematik betroffen sind. Ein heißes Eisen ist nach wie vor die Forderung, dass Athen Massenentlassung per Gesetz möglich macht, was für die Links-Rechts-Regierung unter Alexis Tsipras als Rotes Tuch gilt. Trotz aller Schwierigkeiten zeigt sich Finanzminister Evklidis Tsakalotos zuversichtlich, dass die Gespräche zu einem guten Abschluss kommen. In einem Interview sagte er, dass die griechische Seite zu einem „ehrenvollen Kompromiss“ finden wolle. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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