Viele Griechen sind unzufrieden mit den Ergebnissen der Regierungsarbeit Tagesthema

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Viele Griechen sind unzufrieden mit den Ergebnissen der Regierungsarbeit
Die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) scheint in der Frage der Wählergunst weiterhin im Aufwind. Würden zum gegenwärtigen Zeitpunkt Parlamentswahlen stattfinden, käme sie auf 30,5 %.
Die Regierungspartei SYRIZA (Bündnis der Radikalen Linken) würde der Erhebung zufolge lediglich 16,5 % der Stimmen erhalten. Drittstärkste parlamentarische Kraft wäre mit 7,5 % die faschistische „Chryssi Avgi“ (CA = „Goldene Morgenröte“). Den vierten Platz teilen sich die Demokratischen Allianz (DS), bei der die sozialistische PASOK die tonangebende Kraft ist, und die kommunistische KKE (je 6,5 %). Die Zentrumsunion (EK) würde mit 2,5 % an der 3-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament scheitern. Ebenfalls nicht einziehen würde der Junior-Regierungspartner „Unabhängige Griechen“ (ANEL) unter Verteidigungsminister Panos Kammenos und die liberale „To Potami“ (Der Fluss), die von dem Journalisten Stavros Theodorakis angeführt wird (je 2 %). Der Prozentsatz jener, die entweder nicht wissen, wen sie wählen würden oder keine Antwort gaben, ist mit 16 % relativ hoch. Fast 9 von 10 Griechen (86,5 %) sind mit der Arbeit der Koalitionsregierung SYRIZA-ANEL „nicht zufrieden“. Lediglich 6 % sind gegenteiliger Ansicht; 7,5 % sind keines von beiden. 
Bei der Frage, wer nach Ansicht der Umfrageteilnehmer der geeignetere Ministerpräsident wäre, erhielt der ND-Vorsitzende Kyriakos Mitsotakis 33,5 % der Stimmen; 20 % votierten für den Premier und SYRIZA-Vorsitzenden Alexis Tsipras. 
Erstellt wurde diese Erhebung vom Forschungsinstitut der Universität Makedoniens im Zeitraum vom 15. Bis 17. Januar. (Griechenland Zeitung / jh)
 
Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand während der Parlamentswahlen am 20. September 2015.
Damals erhielt SYRIZA 35,46 % der Stimmen (145 Sitze) und die ND kam auf 28,09 % (75 Sitze). ANEL erhielt 3,69 % (10 Sitze). 
 
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