Ex-Verteidigungsminister Tsochatzopoulos im Krankenhaus Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Tsochatzopoulos am Rande einer Gerichtsverhandlung im Jahre 2015 mit seiner Ehefrau Vicky Stamati. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Tsochatzopoulos am Rande einer Gerichtsverhandlung im Jahre 2015 mit seiner Ehefrau Vicky Stamati.

Der ehemalige Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos wurde am Montag aus der Haftanstalt in ein Athener Krankenhaus überstellt. Er soll mit gesundheitlichen Problemen an den Beinen konfrontiert sein; einigen Medienberichten zufolge könne er weder Socken noch Schuhe tragen. Der 77jährige sitzt seit knapp fünf Jahren hinter Schloss und Riegel. Er wurde für schuldig befunden, Bestechungsgelder in Millionenhöhe für Rüstungsprogramme abkassiert zu haben.

Theoretisch müsste er noch weitere 20 Jahre in Haft bleiben. Allerdings hat er bereits zum vierten Mal einen Antrag auf Freilassung aus Altersgründen gestellt. Ein Gerichtsbeschluss über den jüngsten Entlassungsantrag wird in den kommenden Tagen erwartet. Wegen der gleichen Affäre saß auch die Tsochatzopoulos-Tochter Areti für zweieinhalb Jahre hinter Gittern. Ebenfalls im Strafvollzug befand sich zudem die Ehefrau des einstigen PASOK-Politikers, Vicky Stamati. Sie meldete sich dort mehrfach krank und wurde schließlich in eine psychiatrische Anstalt verlegt. Von da aus unternahm sie einen zunächst geglückten Ausbruchversuch, meldete sich aber nach einigen Stunden freiwillig aus der Freiheit zurück. Schließlich wurde sie im Oktober 2015 aus der Haft entlassen; sie hatte u. a. geltend gemacht, dass sie sich um ihren minderjährigen Sohn kümmern müsse, den sie gemeinsam mit Tsochatzopoulos hat. Bis dahin wurde das Kind von den Großeltern versorgt. (Griechenland Zeitung / eh)

 

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