Streik der Kommunallangestellten: Auf den Straßen türmt sich der Müll Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Müllfahrzeuge der Gemeinde Athen. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Müllfahrzeuge der Gemeinde Athen.

Die Müllberge auf Athens Straßen werden stetig höher. An einigen Stellen zieht bereits ein unangenehmer Geruch durch die Metropole. Hintergrund ist ein seit Montag anhaltender Streik der Mitarbeiter der Stadtreinigung. Sie kämpfen darum, dass Angestellte mit Zeitverträgen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Vom Ausstand sind auch andere Gemeinden in Griechenland betroffen.  


Vorangegangen war eine Entscheidung des Rechnungshofes. Er hat die normalerweise übliche Verlängerung der Zeitverträge als verfassungswidrig eingestuft. Innenminister Panos Skourletis hat bereits signalisiert, dass die betroffenen Mitarbeiter nun verbeamtet werden sollen. Grundlage für eine  solche Maßnahme sei die Überprüfung der Betreffenden durch den Obersten Rat für Personalauswahl des Öffentlichen Dienstes (ASEP).
Teilweise haben die Mitarbeiter der Stadtreinigung bereits Mülldeponien besetzt; am Mittwoch verwehrten sie einigen Fahrzeugen die Zufahrt zur Großdeponie bei Fyli im Norden der Hauptstadt. Gleichzeitig weisen die Organisatoren darauf hin, dass eine Müllentsorgung in besonders sensiblen Bereichen, wie etwa die Umgebung von Krankenhäusern oder Wochenmärkten weiterhin erfolgt.
Als Zeichen der Solidarität mit den Müllarbeitern hat heute die Gewerkschaft der Kommunalangestellten POE-OTA landesweit zum Streik aufgerufen. Um 10.30 Uhr führten die Gewerkschafter eine Kundgebung auf dem Athener Karaiskaki-Platz durch. (Griechenland Zeitung / eh; Fotos und Videos: Lukas van den Brink)

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